HR-"Spurensuche" widmet sich Brandstiftung von 1986

Bad Nauheim (bk). Der Großbrand in der Gustav-Kayser-Straße vor gut 28 Jahren gilt als die größte Katastrophe in der jüngeren Geschichte Bad Nauheims. Neun Menschen waren damals ums Leben gekommen.

Die Kripo ist sich sicher: Das Feuer wurde gelegt, doch einen Täter konnten die Ermittler nie präsentieren. Die Polizei hat allerdings nicht aufgegeben, sucht weiter nach dem Schuldigen. Am Sonntag, 4. Januar, wird dieser Fall von Brandstiftung erneut im Fernsehen vorgestellt, und zwar in einer Sonderausgabe des HR-Magazins "Kriminalreport Hessen". Unter dem Titel "Spurensuche" wird ab 19 Uhr über fünf ungeklärte Mordfälle informiert. Die Wiederholung läuft ab 23.30 Uhr.

In der Nacht zum 24. Mai 1986 ist im Gebäude Gustav-Kayser-Straße 14 eine ausgelassene Geburtstagsparty im Gange. Der Italiener Aldo B. wird 24 Jahre alt und hat 21 Gäste eingeladen. Plötzlich ist ein lauter Knall zu hören, sofort steht das Treppenhaus in Flammen. Sekunden später hat das Feuer die Wohnung im zweiten Stock erreicht. Den jungen Leuten ist jeder Fluchtweg versperrt. Einige Partygäste springen in ihrer Verzweiflung aus dem Fenster zwölf Meter in die Tiefe, wobei zwei sterben. Sieben Menschen verbrennen in der Wohnung. Zwölf Personen werden verletzt.

Wenige Tage nach dem Feuer teilt die Kripo mit, dass es sich um Brandstiftung handelt. Der Täter hatte im Gebäude einen Benzin-Brandsatz gezündet. Das Motiv für den Mord an neun Menschen ist bis heute unklar. Im Lauf der Jahre hatten die Ermittler einige Verdächtige im Visier, keinem konnte die Tat nachgewiesen werden. Zeugen hatten damals einen 20 bis 30 Jahre alten und 1,75 bis 1,85 Meter großen blonden Mann beobachtet, der das Haus betrat.

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