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Sinan Sert

Höhere Wahlbeteiligung

  • Bernd Klühs
    vonBernd Klühs
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Bad Nauheim (bk). Der Ausländerbeirat Bad Nauheim hat einige turbulente Jahre hinter sich. 2018, ausgerechnet kurz vor der Feier des 25-jährigen Bestehens, stand das Gremium zeitweise kurz vor der Auflösung. Nach Streitereien und der Dauerabsenz von Mitgliedern der Liste »Einheit« waren fünf von acht Mitglieder des Ausländerbeirats zurückgetreten. Darunter befand sich auch die langjährige Vorsitzende Filiz Taraman-Schmorde.

Zwar machten die drei verliebenen Interessenvertreter der Bürger mit ausländischem Pass doch weiter, eine konstruktive Arbeit war aber nur noch schwer möglich. Nach der Neubesetzung des Gremiums, die zeitgleich zur Kommunalwahl am 14. März erfolgte, soll alles besser werden.

Der Auftakt der neuen Phase ist recht vielversprechend. Durch die Zusammenlegung mit der Kommunalwahl ist die Beteiligung im Vergleich zur letzten Wahl des Ausländerbeirats Ende 2015 deutlich gestiegen. Machten damals nur 6,73 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuzchen, waren es diesmal immerhin 9,54 Prozent. Der bisherige Vorsitzende Sinan Sert hatte 10 Prozent als Ziel ausgegeben.

Im Gegensatz zu 2015, als neben der Internationalen Liste die Liste »Einheit« aus Vertretern der deutsch-russischen Community angetreten war, schlossen sich diesmal alle elf Kandidaten zu einer Gruppe zusammen. Der Name Internationale Liste blieb erhalten. Die neun Bewerber dieser Liste mit den höchsten Stimmenzahlen sind Mitglieder des neuen Ausländerbeirats.

Am besten schnitt Sinan Sert ab, der dem bisherigen Rumpf-Gremium angehörte und Co-Vorsitzender der Bad Nauheimer SPD sowie Stadtverordneter ist. Er erhielt 428 Stimmen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Emine Antolic (371) und Lara Tomasoni (348). Die weiteren Mitglieder des neuen Bad Nauheimer Ausländerbeirats: Dr. Eva Bober, Ernesto Filippelli, Sorin Cristian Macu, Dr. Alexander Berkowitsch, Rita Orfali und Mahnaz Mehdizadeh Jafary. ARCHIVFOTO: IHM

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