Die Teilnehmer der Fahrt nach Lothringen haben viel über die Geschichte in Frankreich erfahren. FOTO: PV
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Die Teilnehmer der Fahrt nach Lothringen haben viel über die Geschichte in Frankreich erfahren. FOTO: PV

Von Historie bis Weinprobe

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). Eine Studienreise hat das Kulturforum Bad Nauheim nach Lothringen geführt. Die Fahrt führte über Saarbrücken nach Metz. Die Stadt wurde bereits von den Kelten besiedelt und von den Römern erobert. Beim Stadtrundgang waren die wunderschönen Jugendstilbauten für die Bad Nauheimer Besucher besonders interessant. Die gotische Kathedrale St. Etienne ist eine der größten religiösen Einrichtungen Frankreichs. Am Nachmittag stand der Besuch des 2010 eingeweihten Museums Centre Pompidou auf dem Plan, einer Zweigstelle des berühmten Centre in Paris. Das Museum ist eines der modernsten Gebäude der Stadt. Zu sehen war unter anderem eine Ausstellung von Yves Klein.

Am nächsten Tag stand die Weltkulturerbestadt Nancy auf dem Programm. Nancy war eines der bedeutendsten Zentren des Jugendstils. An diesem Tag war Patrimoniumstag und die Innenstadt war autofrei. Die Teilnehmer konnte über das Herzstück der Stadt, den Place Stanislas und die anderen Plätze, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen, schlendern. Eine Hauptsehenswürdigkeit ist die große Kathedrale, die seit 1906 ein Nationaldenkmal ist.

Toulois, Domrèmy und Lüneville

Am dritten Tag ging die Fahrt nach Pont-a-Mousson. Auf dem Place Duroc präsentiert sich das Haus der Sieben Todsünden aus dem 16. Jahrhundert. Die unter Denkmalschutz stehende Prämonstratenser Abtei aus dem 18. Jahrhundert ist das schönste Beispiel "Lothringer Klosterbaukunst". Die Stadt Toul liegt am rechten Ufer der Mosel und ist vom Weinbaugebiet Cotes des Toul umgeben. Die gotische Kathedrale Saint-Etienne in der Altstadt besitzt eine der größten gotischen Kreuzgänge Frankreichs. Eine Weinprobe in Toulois beschloss den Tag für die Bad Nauheimer Gäste.

Am vierten Tag wurde das Geburtshaus der Jungfrau von Orleans in Domrèmy besichtigt. In der kleinen Kirche nebenan wurde sie am 6. Januar 1412 getauft. Vittel ist ein wegen seines Wassers weltweit bekanntes Heilbad.

Im Schloss Haroue waren die Bad Nauheimer coronabedingt erst die zweite Besuchergruppe in diesem Jahr. Das Schloss entstand ab 1720 aus den Resten zweier älterer Burgen. Es hat 365 Fenster, zwölf Türme, 52 Schornsteine und vier Brücken. Es ist im Privatbesitz und wird bewohnt.

Zum Abschluss führte die Fahrt nach Lüneville. Das Schloss wurde früher als "lothringisches Versailles" bezeichnet. Das Städtchen Saarburg ist heute bekannt wegen des gigantischen Chagall-Fensters "La Paix", das die ganze Westseite der ehemaligen Franziskanerkirche aus dem 13. und 14. Jahrhundert einnimmt.

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