Voller Hof: Zahlreiche Handwerksfirmen sind gleichzeitig mit den Sanierungsarbeiten in der St.-Lioba-Schule beschäftigt. FOTO: PV
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Voller Hof: Zahlreiche Handwerksfirmen sind gleichzeitig mit den Sanierungsarbeiten in der St.-Lioba-Schule beschäftigt. FOTO: PV

Hinter der Fassade wird gebohrt

  • Bernd Klühs
    vonBernd Klühs
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Bad Nauheim(pm/bk). Für Passanten, die den Bad Nauheimer Eleonorenring entlanggehen, ist sofort erkennbar: An der St.Lioba-Schule tut sich wieder etwas. Zahlreiche Baufirmen nutzen die Sommerferien, um unter Hochdruck das Sanierungsprojekt des Bistums Mainz weiter voranzutreiben.

Der Schulhof steht voll mit Baufahrzeugen, aus dem rückwärtigen Gebäude sind Bohr- und Hammergeräusche zu hören. Als Schulträger ist das Bistum der Auftraggeber für die auf rund 7 Millionen Euro veranschlagten Erneuerungsarbeiten, die vermutlich noch über ein Jahr andauern werden. Koordiniert werden die Arbeiten vom Bad Nauheimer Architekturbüro Möller.

Komplettsanierung des D-Baus

Zurzeit werden Ausweichräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht vorbereitet, die ab dem Halbjahreswechsel im Februar 2021 ge-nutzt werden sollen. Der Bezug dieser Räume wird gleichzeitig das Startsignal für eine grundhafte Sanierung des sogenannten D-Baus, in dem die Naturwissenschaften bisher untergebracht sind. Damit die Investition in die Ausweichräume nicht umsonst ist, wird dieser Flur anschließend auf Dauer als Biologie-Trakt verwendet. So werden die Chemie- und Biologie-Säle künftig auf der gleichen Ebene zu finden sein - ein ausdrücklicher Wunsch der beiden Fachschaften, die sich so noch besser verzahnen können.

Außerdem werden gerade die Unterrichtsräume, in denen bisher kein Internetzugang vorhanden war, an das Glasfasernetz der Stadtwerke Bad Nauheim angeschlossen. Das städtische Versorgungsunternehmen betrachtet das katholische Gymnasium als "Leuchtturm-Projekt" für den Netzausbau. Auch wenn sich mehrere Klassen auf dem gleichen Flur mit Tablets oder den interaktiven Tafeln im Internet bewegen, wird der Datenfluss für alle Nutzer ausreichen.

Überraschung im Keller

"Beim Bauen im Bestand muss man immer wieder mit Überraschungen rechnen", be-richtet Architekt Alfred Möller. "Im Kellergeschoss haben wir beispielsweise verdeckte Leitungen im Flur gefunden, die in keinem Bestandsplan eingezeichnet waren." Trotzdem zeigt sich der erfahrene Architekt zuversichtlich, dass bis zum ersten Schultag am 17. August alle benötigten Klassenräume wieder in Betrieb genommen werden können.

Die Sanierungsarbeiten sind Teil zwei eines umfassenden Neubau- und Modernisierungsprogramms. Im Sommer 2018 hatten die Arbeiten an dem Erweiterungsbau der St.-Lioba-Schule begonnen, die Einweihung erfolgte im Januar dieses Jahres. 5 Millionen Euro wurden vom Bistum investiert, um auf einer Nutzfläche von rund 1300 Quadratmetern 14 neue Klassenräume entstehen zu lassen.

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