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Stephan Picard, Tina Teubner und Ben Süverkrüp treten wieder vor Publikum auf und bringen ihr neues Programm »Herkules: Von der Sehnsucht, ein Mensch zu sein« mit zum Kammerkonzert der kulturellen Reihen.

Herkules neu erzählt

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Bad Nauheim (pm). Wie erzeugt man Glück? Durch Musik? Oder mit der Keule? Das soll am Sonntag, 27. Juni, beim Kammerkonzert der kulturellen Reihe beantwortet werden. Dann treten Tina Teubner, Stephan Picard und Ben Süverkrüp erstmals wieder vor Publikum auf. Sie bringen ihr Musikgedankentheater mit. Darin wollen sie die Geschichte von Herkules neu erzählen.

Das Konzert im großen Saal der Trinkkuranlage ist mit dem Titel »Herkules: Von der Sehnsucht, ein Mensch zu sein« überschrieben und beginnt um 16 Uhr.

Fragen über das eigene Leben

Damals: Herkules! Göttersohn, Superheld, Gigantenbezwinger, ein Mann im Löwenfell, der die Dinge noch mit der Keule regeln konnte. Eine uralte Geschichte, die hochaktuelle Fragen stellt. Herkules, der Held mit den Superkräften, ist getrieben von der Sehnsucht, im begrenzten Glück des Menschseins zu baden. Aber er erschlägt seine eigene Familie, erniedrigt sich vor einem primitiven Tyrannen, stirbt einen entsetzlichen Tod. Warum tut er das? Heute: Ein Mann, nennen wir ihn Martin Richter. Professor (alte Geschichte), 56 Jahre, zwei gescheiterte Ehen, drei Kinder. Er ist auf dem Weg zu einem Kongress - und trifft plötzlich eine Entscheidung, die sein Leben verändert. Teubner, Picard und Süverkrüp lassen den konservativen Geschichtsprofessor Martin Richter die Herkules-Geschichten neu erleben. Richter glaubt zu wissen, dass Herkules ihn nichts angeht. Doch nach und nach führt ihn die Auseinandersetzung mit dem antiken Helden zu den Wurzeln seiner eigenen Sehnsucht, zu den ungelösten Fragen seines eigenen Lebens. Und ihm dämmert, dass dieser antike Muskelprotz uns alle etwas angeht - gerade heute, da die Welt von Schreihälsen regiert wird, da wir sehend in den Abgrund rasen und der Ruf nach der Keule immer lauter wird. Die Geschichte von Herkules konfrontiert die Zuschauer mit existenziellen Fragen: Was macht den Menschen zum Menschen? Wie erzeugt man Glück? Eine Kabarettistin, ein Geiger, ein Pianist, Kammermusik und eine packende Geschichte: Kabarettistin Teubner, Geiger Picard sowie Pianist und Autor Ben Süverkrüp wollen eine Verbindung zweier Welten: Werke für Violine und Klavier schaffen, aufs Engste verwoben mit einer Erzählung, die Süverkrüp eigens für diesen Abend geschrieben hat.

Alle drei sind in ihren Metiers mit namhaften Preisen geehrt worden. Alle drei lieben es, wenn die großen Themen mit jener Leichtigkeit verhandelt werden, die das Kabarett kennt. Wenn Humor der Erkenntnis verpflichtet ist. Sie haben den Anspruch, klassische Kammerkonzerte mit derselben Genauigkeit zu inszenieren wie große Theaterabende.

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