Johannes Atta
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GZW-Einsatz gegen Tumoren

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). Viele Tumorerkrankungen - wie zum Beispiel der Brust oder des Darms - sind bei frühzeitiger Diagnose gut behandelbar. Manche Tumorerkrankungen im Verdauungstrakt und in der Bauchhöhle verursachen jedoch erst im späteren Stadium Beschwerden und werden folglich häufig spät entdeckt. Patienten mit diesen Krankheitsbildern im fortgeschrittenen Stadium benötigen eine komplexe, multimodale Behandlung im interdisziplinären Team.

Dank der Expertise des von Privatdozent G.-André Banat und Dr. Johannes Atta geleiteten Onkologenteams ist ihre Behandlung nun auch im Gesundheitszentrum Wetterau (GZW) möglich.

Stationär und ambulant

Wer wen wo behandelt, ist im deutschen Gesundheitssystem detailliert geregelt und wird unter anderem von den Kassenärztlichen Vereinigungen zusammen mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss, den erweiterten Landesausschüssen und dem Gesetzgeber festgelegt. So soll auch sichergestellt werden, dass komplexe Therapien nur dort durchgeführt werden, wo die Voraussetzungen dafür tatsächlich gegeben sind. Jeder Genehmigung geht deshalb eine umfassende Prüfung voraus.

Hinsichtlich der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV - früher bekannt als Hochschulambulanz) von Patienten mit Gastrointestinalen Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle hat das GZW diese Prüfung erfolgreich bestanden.

Patienten ab dem vollendeten 18. Lebensjahr, die an Krebs beispielsweise in Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse, Magen oder Nieren in einem späteren Stadium erkrankt sind und aufgrund der Ausprägung ihrer Erkrankung eine multimodale Therapie benötigen, können damit ab sofort wohnortnah auch stationär und ambulant am Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim behandelt werden. Diese Möglichkeit besteht unabhängig davon, ob sie eine Primärtherapie oder - in Vorbereitung oder als Nachsorge einer Operation - eine systemische medikamentöse Tumortherapie und/oder Strahlentherapie benötigen, die einer interdisziplinären Versorgung bedarf.

"Eine der Voraussetzungen, die wir erfüllen müssen, ist die Verfügbarkeit eines Behandlungsteams, das in drei Ebenen unterteilt ist und neben dem Teamleiter (1. Ebene) das Kernteam (2. Ebene) und hinzuziehende Ärzte (3. Ebene) umfasst", erläutert Banat.

Viele Disziplinen eingebunden

Als Teamleiter ist ein Internist mit Facharztausbildung Hämato-Onkologie vorgesehen. Zum Kernteam gehören zudem Strahlentherapeuten, Gastroenterologen sowie Allgemein- und Viszeralchirurgen. Hinzuzuziehen sind bei Bedarf Anästhesiologen, Gefäßchirurgen, Humangenetiker, Angiologen, Endokrinologen und Diabetologen, Kardiologen, Nephrologen, Labormediziner, Neurologen, Nuklearmediziner, Pathologen, Psychiater und Psychotherapeuten, Radiologen, Urologen sowie Gynäkologen. GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann zeigt sich erfreut über die neuen Möglichkeiten: "Dank des konsequenten Ausbaus der medizinischen Leistungen in den vergangenen zehn Jahren ist das GZW insgesamt sehr gut aufgestellt und verfügt zudem bereits über feste Kooperationen mit anderen Einrichtungen wie dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg, sodass die Zusammenarbeit im interdisziplinären Team schon jetzt hervorragend funktioniert." FOTOS: PM

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