Befüllten den Grundstein mit Tageszeitungen, Münzen und einem Mund-Nasen-Schutz (v. l.): Bürgermeister Klaus Kreß, GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann, Landrat Jan Weckler und Leitender Architekt Dirk Hohoff. FOTO: PV
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Befüllten den Grundstein mit Tageszeitungen, Münzen und einem Mund-Nasen-Schutz (v. l.): Bürgermeister Klaus Kreß, GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann, Landrat Jan Weckler und Leitender Architekt Dirk Hohoff. FOTO: PV

Grundstein mit Mund-Nasen-Schutz

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). Mit der Grundsteinlegung am Montagmorgen hat das in vier Bauabschnitte unterteilte 60-Millionen-Neubauprojekt am Hochwaldkrankenhaus einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Gemeinsam mit GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann und dem Leitenden Architekten Dirk Hohoff (a|sh sander.hofrichter architekten GmbH) befüllten Landrat Jan Weckler und Bürgermeister Klaus Kreß als Vertreter der GZW-Gesellschafter Wetteraukreis und Stadt Bad Nauheim die in den Grundstein eingelassene Öffnung: Rein kamen aktuelle Tageszeitungen, Münzen, Baubeschreibung, Informationen über das GZW und das "Erkennungszeichen des Jahres", einen Mund-Nasen-Schutz.

Versehen mit der Jahreszahl 2020, wird der Grundstein an einem prominenten Standort des Neubaus eingemauert und bei einer eventuellen Öffnung in ferner Zukunft den Tag der Grundsteinlegung ins Gedächtnis rufen.

Mehr als zwei Jahre lang war die Erweiterung des Hochwaldkrankenhaues intensiv geplant worde. Ende Mai, unmittelbar vor Beginn der Erdarbeiten im 1. Bauabschnitt, überbrachte Landrat Jan Weckler die Baugenehmigung für diesen Teil des Projekts, der die Erweiterung des Operationstraktes sowie der Sterilgutaufbereitung umfasst.

Mit dem Neubau wird der 1935 eingeweihte, zweigeschossige Altbau des Hochwaldkrankenhauses zum sechsten Mal erweitert, nach 1966 (Aufstockung um zwei Stockwerke), 1992 (Anbau des südlichen Querbaus mit Endoskopie, Radiologie und Ambulanz und drei Betten-Geschossen), 1996 (Anbau des nördlichen Querbaus mit weiteren Stationsflächen), 2001 (östlicher Anbau des Operationstraktes) und 2011 (Anbau der neuen Interdisziplinären Aufnahme).

Wohnortnahe Grundversorgung

Anlässlich der Grundsteinlegung würdigten Landrat Weckler und Bürgermeister Kreß die Bedeutung der Krankenhäuser. "In der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wesentlich eine adäquate Gesundheitsvorsorge ist. Dazu gehört die Verfügbarkeit von ausreichend Allgemein- und Intensivbetten ebenso wie des qualifizierten Personals. Wir freuen uns, dass wir im Wetteraukreis dank des kommunalen Gesundheitszentrums Wetterau gut aufgestellt sind und es mit dem Neubau auch bleiben werden", betonte Weckler.

Bürgermeister Kreß hob die zentrale Rolle Bad Nauheims in der regionalen Gesundheitsversorgung hervor. Aufbauend auf ihrem Ruf als weltweit renommiertes Herzheilbad beherberge die Stadt neben dem Hochwaldkrankenhaus, in dem das GZW künftig seine stationäre Versorgung konzentrieren werde, mehrere Fach- und Rehakliniken sowie internationale Forschungseinrichtungen der Herz- und Lungenheilkunde.

"Mit dem Neubau sichern wir den Gesundheitsstandort Bad Nauheim und garantieren der Bevölkerung in Stadt und Kreis den wohnortnahen Zugang zur medizinischen Grund- und Regelversorgung ebenso wie zu hoch spezialisierten Leistungen etwa in Pneumologie, Geriatrie und Onkologie", erklärte Kreß.

Nutzfläche wird deutlich vergrößert

Zur Finanzierung des 60 Millionen Euro plus Einrichtungskosten teuren Neubaus steuern die Gesellschafter 15 Millionen Euro bei. 26,2 Millionen Euro kommen aus dem Strukturfonds des Bundes, zehn Millionen sind Landes-Krankenhausförderdarlehen. Dazu kommen 7 Millionen Euro für den 1. Bauabschnitt, die bereits vor zwei Jahren bewilligt worden waren und eine Aufstockung der jährlichen Pauschalförderung um 3,5 Millionen Euro. Im 1. Bauabschnitt wird der Operationstrakt um einen OP-Saal sowie einen Rüstplatz erweitert, durch den die OP-internen Abläufe optimiert werden, die Sterilgutaufbereitung wird vergrößert.

Nach dem Abriss des 1996 errichteten nördlichen Querbaus im kommenden Jahr wird an den Alt- sowie den südlichen Querbau der F-förmige Neubautrakt angesetzt, der die bestehenden Bauten zu einem rechteckigen Komplex mit Mittelbau und zwei Innenhöfen ergänzt.

Die Nutzfläche des Krankenhauses wird dadurch um 7750 auf 16 750 Quadratmeter erweitert, die Zahl der Betten um 193 auf 430 aufgestockt (die Zahl der Intensivbetten auf 30), der Haupteingang an die nordwestliche Ecke des Neubaus verlegt und zusätzlicher Parkraum geschaffen. Mit dem Ende der Baumaßnahmen wird für 2025 gerechnet.

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