»Gründungsakt des Dialogs«

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Bad Nauheim (pm). Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens wird am Dienstag, 23. Februar, um 19 Uhr in Bad Nauheim zum Thema »Die Seelisberger Thesen von 1947 - Gründungsakt des Dialogs nach der Shoah« sprechen. Vortrag und Diskussion werden online via »Zoom« übertragen.

74 Jahre ist es her, dass sich etwa 70 Persönlichkeiten in der Schweiz zu einer »Dringlichkeitskonferenz gegen Antisemitismus« getroffen haben. Diese christlichen und jüdischen Pioniere aus Europa und Amerika haben mit ihren Überlegungen und Thesen Geschichte geschrieben. Der Hauptfokus der Tagung lag zwar auf der Bekämpfung des Antisemitismus, markiert aber zugleich auch den Neubeginn der theologischen Orientierung im Blick auf das Judentum. Die »Zehn Thesen« bildeten das Fundament für den christlich-jüdischen Dialog. In seinem Buch »Gemeinsam gegen Antisemitismus - Die Konferenz von Seelisberg (1947) revisited« zeichnet Jehoschua Ahrens die Vorgeschichte, den Ablauf und die unmittelbaren Folgewirkungen nach.

Auch heute noch sehr aktuell

In der Ankündigung des Vortrags am 23. Februar heißt es vonseiten der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GcjZ) Wetterau: »Vieles von dem, was in großer Weitsicht in den Tagen von Seelisberg besprochen und festgehalten wurde, geht uns heute um so dringlicher an, als dass Antisemitismus keineswegs verschwunden ist. Auch im christlich-jüdischen Dialog muss und kann es weiter vorangehen.«

Darüber sprechen mit dem Referenten im Buber-Rosenzweig-Haus in Bad Nauheim Friedhelm Pieper, evangelischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GcjZ) und Dr. Peter Noss, evangelischer Vorsitzender der GcjZ Wetterau.

Die Veranstaltung wird per Zoom übertragen, die Beteiligung an der Diskussion ist online möglichm - Anmeldung per E-Mail an info@gcjz-wetterau.de

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