Die Leiterin des Staatlichen Schulamts, Dr. Rosemarie zur Heiden (l.), überreicht ELS-Schulleiterin Brigitte Jung-Hengst die Urkunde und versetzt sie damit in den Ruhestand.	FOTO: PM
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Die Leiterin des Staatlichen Schulamts, Dr. Rosemarie zur Heiden (l.), überreicht ELS-Schulleiterin Brigitte Jung-Hengst die Urkunde und versetzt sie damit in den Ruhestand. FOTO: PM

Großer Abschied in kleiner Runde

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Bad Nauheim (pm). Schulleiterin Brigitte Jung-Hengst, seit nun fast annähernd 30 Jahren an der Ernst-Ludwig-Schule (ELS) Bad Nauheim tätig, ist kürzlich in den Ruhestand versetzt worden.

Dies geschah aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in einem kleinen Kreis. Der in solchen Fällen übliche feierliche und große Rahmen, der »fulminante Abschied«, mit zahlreichen geladenen Gästen musste unter den gegebenen Umständen entfallen. Ebenso fehlte die musikalische Umrahmung durch das Orchester und den stimmgewaltigen Chor der Schule mit musikalischem Schwerpunkt. Dieser Schwerpunkt wurde von Jung-Hengst beständig in allen Belangen unterstützt und gefördert.

Musik und persönliche Worte

Neben der Leiterin des Staatlichen Schulamtes für den Hochtaunus- und Wetteraukreis, Dr. Rosemarie zur Heiden, waren die erweiterte Schulleitung sowie der Personalrat und die beiden Sekretärinnen gekommen, um mit einer kleinen Feierstunde das Ende eines langen und erfolgreichen Arbeitslebens von Jung-Hengst zu gestalten.

Musiklehrer Andreas Ziegler führte mit der von Schulleiterin Jung-Hengst geliebten »Bohemian Rhapsody« von Queen musikalisch in die Feier ein, um in einen virtuellen Teil überzuleiten, in dem zahlreiche Stimmen von Schülern und Lehrern mit »Yesterday« erklangen. »Anyway the wind blows« als Nachspiel am Klavier rundete den musikalischen Einstieg ab.

In ihrer Funktion als Leiterin des Schulamtes ließ es sich Dr. zur Heiden nicht nehmen, Jung-Hengst persönlich die Urkunde zu überreichen und in den Ruhestand zu versetzen. Mit sehr persönlichen Worten würdigte sie das langjährige Wirken der scheidenden Schulleiterin an der Ernst-Ludwig-Schule. Zudem hob sie einige Daten aus deren Lebenslauf und den dienstlichen Stationen hervor.

Ihr Lebenslauf sei symptomatisch für eine ganze Generation: Nach dem Studium der Fächer Mathematik und Physik an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und dem Referendariat an der Otto-Hahn-Schule in Hanau folgte der Start in das Berufsleben zunächst holprig. Einer ersten Anstellung an einer Privatschule folgte eine Einstellung im Schuldienst.

Mit der Versetzung an die Ernst-Ludwig-Schule im August 1991 sei es dann mit der Karriere vorangegangen: Bereits nach sechs Jahren wurde Jung-Hengst mit der Wahrnehmung der Aufgaben einer Studiendirektorin als ständige Vertreterin des Leiters der ELS beauftragt und 2008 erfolgte die Ernennung zur Schulleiterin.

Launig und humorvoll schilderte Dr. zur Heiden die erste Begegnung mit Jung-Hengst, die genau in diese Phase fiel. Sie schätze die Zusammenarbeit mit ihr. Verlässlichkeit und Zielstrebigkeit, die Bereitschaft, Probleme anzugehen und möglichst eigenständig konstruktiv vor Ort zu lösen hob sie besonders hervor. Zwischenzeitlich durch eine schwere Erkrankung kurz gebremst habe sie die Herausforderungen mit neuem Schwung hervorragend gemeistert.

Die Vorsitzende des Personalrats, Britta-Karin Witzmann, ergriff stellvertretend für das gesamte Kollegium das Wort. Witzmann betonte, wie gerne alle Kollegen von der scheidenden Schulleiterin während einer feierlichen Veranstaltung Abschied genommen hätten. Sie überreichte die Geschenke des Kollegiums.

Für die erweiterte Schulleitung zitierte Fachbereichsleiterin Eva Pfeiffer-Heidecke aus dem bekannten Gedicht »Stufen« von Hermann Hesse: »Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe/Bereit zum Abschied sein und Neubeginne.« Ruhestand heiße nicht Stillstand und so wünsche die Schulleitungsrunde ihr, dass im Neubeginn die Chance gesehen werde, den Hobbys nun verstärkt nachzugehen.

Annette Hebbeker-Meyer, ehemalige Fachbereichsleiterin II, trug danach ein selbst verfasstes Gedicht vor, in dem sie die vielfältigen Tätigkeiten einer Schulleiterin Revue passieren ließ. Jung-Hengst dankte gerührt allen Anwesenden.

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