Hier soll im kommenden Jahr der Freiraum für Jugendliche entstehen. Möglicherweise wird die Bühne erst im Jahr 2022 errichtet.
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Hier soll im kommenden Jahr der Freiraum für Jugendliche entstehen. Möglicherweise wird die Bühne erst im Jahr 2022 errichtet.

Freizeit

Neuer Freiraum für Jugendliche: Treffpunkt im Goldsteinpark

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Ob chillen, Sport treiben oder eine Veranstaltung besuchen - Jugendliche in Bad Nauheim bekommen ab dem kommenden Jahr im Goldsteinpark einen besonderen Treffpunkt geboten.

Die Idee eines neu geschaffenen Freiraums für Jugendliche im Goldsteinpark ist ein langjähriger Wunsch des Jugendbeirates der Stadt Bad Nauheim. Um eine Umsetzung möglich zu machen, hatte die Stadtverordnetenversammlung 15 000 Euro für Planungskosten zur Verfügung gestellt. »Der Goldsteinpark ist ideal dafür, da die großzügige Grünfläche viel Potenzial zur Entfaltung bietet. Die Jugendlichen können sich hier sportlich betätigen oder einfach zusammen ›chillen‹, wie es auf Neudeutsch heißt. Auch kulturelle Veranstaltungen sollten im Goldstein möglich sein, wie es bereits zur Landesgartenschau der Fall war«, erklärt Bürgermeister Klaus Kreß in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.

Bühne, WLAN, Ladestation

Vonseiten des Jugendbeirats hat es im Vorfeld zwei Jugendbefragungen gegeben. Die daraus entstandenen Anregungen wurden dem Ausschuss für Soziales, Jugend und Senioren im Juni vergangenen Jahres präsentiert. Im Anschluss daran legte der Jugendbeirat ein Anforderungsprofil mit Ideen für den Freiraumpark vor, das dem Sozialausschuss erneut - im Februar 2020 - vorgestellt wurde. Auf dieser Grundlage entwickelte das von der Stadt beauftragte Planungsbüro Burghammer aus Wetzlar in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Stadtentwicklung das Freiraumkonzept, immer in enger Abstimmung mit Vertretern des Jugendbeirates. Die weiten Rasenflächen im Goldsteinpark sollen durch das Konzept vielfältiger nutzbar und erlebbar werden. Neben Sport- und Veranstaltungsflächen wird ein Begegnungsbereich geschaffen, der als Ausgangspunkt für die unterschiedlichen Aktivitäten genutzt werden kann. Auf dem Gelände der ehemaligen Themengärten während der Landesgartenschau 2010 wird ein zentraler Treffpunkt entstehen: Neben diversen Sportangeboten wie einer Soccout-Arena, Basketball und Tischtennis ist eine große Sitzlandschaft aus langlebigen, hellbraunen und terrakottafarbenen, ergonomisch geschwungenen Betonelementen geplant. Durch die unterschiedlichen Formen und Größen werden vielfältige Sitzmöglichkeiten geboten. Überdacht mit einer begrünten Pergola und seitlich bepflanzt mit Duftsträuchern soll dort ein attraktiver Kommunikationsraum geschaffen werden, der von größeren und kleineren Gruppen zum Verweilen genutzt werden kann. »Unter anderem wird hier eine Solarbank mit Ladestation für Mobiltelefone errichtet, sodass man mitten im Park einen Lade-Stop einlegen kann. Selbstverständlich ist auch an WLAN gedacht worden«, ergänzt Kreß.

Gegenüber den Rasenstufen im Norden der Anlage ist eine erhöhte Bühne mit einer Grundfläche von 260 Quadratmetern vorgesehen - überspannt mit einem großen, muschelförmigen Wettersegel. Die Bühne wird mit Holz oder Betonplatten ausgelegt, so dass eine saubere, ebene Fläche entsteht.

Gesamtkosten: Rund 400 000 Euro

Wo nötig, wird das Gelände mit Stufen abgefangen. Die bereits vorhandenen Rasenstufen und die vorgelagerte Rasenfläche dienen dabei als großzügiger Zuschauerraum. Die Flächen südlich der Bühne werden als Ballspielwiese genutzt. Die bestehende Disc-Golf-Anlage mit sechs Bahnen im Grünzug »Im Sichler« wird aufgelöst. Ein Großteil der vorhandenen Ausstattung kann wiederverwendet und auf neun Bahnen erweitert werden. Abwurfpunkte und Ziele sind auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt und fügen sich in die Landschaft ein. Zudem soll in der Nähe des KIKS-UP-Gebäudes ein Trinkbrunnen entstehen.

»Die Bau- und Planungskosten betragen insgesamt rund 400 000 Euro. Hiervon entfällt ein Großteil auf die Bühne. Wegen der coronabedingt angespannten Haushaltssituation könnte diese gegebenenfalls erst 2022 errichtet werden. Alle anderen Bestandteile des Konzepts müssten 2021 gebaut werden, um den langjährig geforderten Treffpunkt für Jugendliche endlich Wirklichkeit werden zu lassen«, sagt Kreß, der den engagierten Mitgliedern des Vereins der Goldsteinfreunde Bad Nauheim für ihre langjährigen Aktivitäten und Pflegearbeiten für den Goldsteinpark dankt.

Kürzlich hat der Magistrat über das Freiraumkonzept beraten und dieses befürwortet. Im November müssen noch die Ausschüsse und die Stadtverordnetenversammlung darüber beschließen.

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