Mit Abstand und kurz ohne Maske überreicht Europaministerin Lucia Puttrich die Urkunde an Gerhard Hahn, nachdem Ehefrau Maria den Orden an das Revers ihres Mannes geheftet hat.	FOTO: HARALD SCHUCHARDT
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Mit Abstand und kurz ohne Maske überreicht Europaministerin Lucia Puttrich die Urkunde an Gerhard Hahn, nachdem Ehefrau Maria den Orden an das Revers ihres Mannes geheftet hat. FOTO: HARALD SCHUCHARDT

Große Ehre

Gerhard Hahn erhält in Bad Nauheim das Bundesverdienstkreuz

  • vonHarald Schuchardt
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In Vereinen und in der Politik ist Gerhard Hahn aus Steinfurth seit vielen Jahren engagiert. Dafür erhielt der Stadtverordnetenvorsteher nun in Bad Nauheim das Bundesverdienstkreuz.

»Das heute ist eine besondere Ehrung für einen besonderen Mann in besonderen Zeiten.« So begann Europaministerin Lucia Puttrich am Freitag im großen Saal der Trinkkuranlage ihre Laudatio auf Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Hahn. Die Feierstunde hatte einen besonderen Anlass: Für seine langjährigen vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten, sowohl in der Kommunalpolitik, als auch in den Vereinen des Rosendorfs, wurde der »Steinfurther Bub« - wie sich Hahn gerne selbst bezeichnet - mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Zu Beginn der Feier begrüßte Bürgermeister Klaus Kreß knapp 50 geladene Gäste, darunter den Landtagsabgeordneten Norbert Kartmann und den ehemaligen Bad Nauheimer Bürgermeister und aktuellen Kreistagsvorsitzenden Armin Häuser. »Ich bin sehr froh, dass die Veranstaltung heute stattfinden kann und wir zusammen Gerhard Hahn feiern können«, sagte Kreß mit Verweis auf die rasant ansteigende Zahl der Corona-Fälle.

»Unsere Gesellschaft kann ohne ehrenamtlich engagierte Menschen wie Gerhard Hahn eigentlich nicht funktionieren«, sagte Kreß und beschrieb das Wirken Hahns als »immer bedacht, unaufgeregt und meist mit viel Humor, ohne jemals auf eine Belohnung zu schielen. Eine solche Belohnung wie das Bundesverdienstkreuz hat er verdient.«

Ortsvorsteher und Mitglied im Magistrat

Ihre Laudatio auf Hahn begann Puttrich mit einem Rückblick auf dessen Zeit als »Dorfschulmeister, der im Rosendorf verwurzelt ist«. Nach seinem Studium unterrichtete er viele Jahre an der Rosendorfschule und war später in der Lehrerausbildung am Studienseminar in Friedberg tätig.

Puttrich: »Diese Verleihung bedeutet auch, einfach einmal ganz aufrichtig und öffentlich Danke zu sagen.« Ausführlich blickte die Ministerin auf die verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten Hahns zurück, beginnend im Jahre 1997 mit der Wahl in den Ortsbeirat und in die Stadtverordnetenversammlung. Gleichzeitig wurde der »Ur-Steinfurther«, der 1947 in Bad Nauheim geboren wurde, Ortsvorsteher in seinem Heimatort. Als Vorsitzender des Sport- und Kulturausschusses prägte er die Stadtpolitik in diesem Bereich maßgeblich. Nach der Kommunalwahl 2006 wechselte Hahn in den Magistrat, bevor er zehn Jahre später das Amt des Stadtverordnetenvorstehers übernahm.

In zahlreichen Vereinen aktiv

Darüber hinaus ist Hahn nach wie vor in zahlreichen Vereinen aktiv, unter anderem seit 2006 als Vorsitzender des Steinfurther Kultur- und Sportausschusses. Seit 18 Jahren ist Hahn Herausgeber des »Steinfurther Blättchens«. »Ihr Anliegen ist es immer, dass es Steinfurth gut geht. Das zeichnet Sie aus«, sagte Puttrich.

Abschließend verlas sie die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterschriebene Urkunde. Das Anbringen des Bundesverdienstkreuzes delegierte Puttrich an Hahns Ehefrau Maria. »Sie darf Ihnen so nahe kommen, ich nicht.«

»Ich bin über diese Ehrung von Gerhard Hahn einfach begeistert«, sagte Ortsvorsteher Markus Philippi in seinem Grußwort, in dessen Mittelpunkt er Hahns nicht enden wollendes Engagement für die Dorfgemeinschaft stellte. Philippi: »Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben.«

In seiner gewohnt humorvollen Dankesrede bezeichnete Hahn die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes als »eine Ehrung, auf die niemand bewusst und willentlich hinarbeitet.« Er verstehe sie nur als ein »Zwischen-, nicht als Abschlusszeugnis«, sagte Hahn, der in seinen Dank seine Ehefrau ebenso einschloss wie die vielen Weggefährten, mit denen er oft bis heute eng zusammenarbeitet und dies auch in Zukunft tun möchte.

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