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Die geimpften Bewohner des Elisabethhauses freuen sich über ein Stück Normalität.

Gemeinsam essen, reden, lachen und singen

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Bad Nauheim (pm). Sonnenstrahlen erwärmen den Asphalt im Hof des Alten- und Pflegeheims Diakoniewerk Elisabethhaus. Aus einer Holzbude zieht der Duft von frittierten Apfelringen durch die Luft. Etwa zehn Bewohner genießen das Angebot, sitzen beieinander, unterhalten sich und freuen sich über ein Stück zurückgewonnene Lebensqualität. »Wir haben uns entschieden, Gruppenangebote und Veranstaltungen im Freien wieder anzubieten, natürlich unter Einhaltung der Corona-Regeln«, erklärt Einrichtungsleiter Stefan Fuchs.

Das Diakoniewerk Elisabethhaus steht ganz im Zeichen der Lockerungen, die Kanzlerin und Ministerpräsidenten Anfang März beschlossen hatten. Zwar gab es für Alten- und Pflegeheime keine neuen Beschlüsse, doch auch mit den bestehenden lässt sich einiges bewerkstelligen. Fuchs: »In den letzten zwölf Monaten hatten wir keinen Corona-Ausbruch im gesamten Haus. Zwei Fälle gab es zwar, die Betroffenen hatten sich aber außerhalb angesteckt. Deshalb haben wir uns bewusst dafür entschieden, Aktivitäten im Freien anzubieten.«

Bereits im März sollen nach Plänen des Diakoniewerks im Innenhof kleinere Angebote unterbreitet werden, auch mit Besuchern von außerhalb. »Neben kulinarischen Angeboten stelle ich mir gemeinsames Singen oder den Auftritt von Musikgruppen vor«, sagt der Einrichtungsleiter. Zurzeit dürfen Angehörige zweimal pro Woche ins Diakoniewerk. »Selbstverständlich testen wir Besucher zum Schutz aller. Wir könnten viel mehr testen und Menschen in die Einrichtung kommen lassen, wenn der Gesetzgeber Lockerungen gestatten würde.«

Eine vorsichtige Rückkehr zu den alten Gewohnheiten ist im Elisabethhaus auch möglich, weil fast alle Bewohner längst geimpft sind. Laut Fuchs hat sich auch ein Großteil der Mitarbeiter dafür entschieden. Jeder neue Bewohner werde von Mitarbeitern auf Wunsch zum Impfzentrum gebracht.

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