Gegen Rassismus und Diskriminierung

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Bad Nauheim(pm). Im Anschluss an eine Demonstration am 13. Juni mit 180 Teilnehmern an der Parkstraße hat es positive Reaktionen gegeben. Den vier dahinterstehenden Vereinen und Institutionen Internationaler Club Bad Nauheim (ICBN), Interkulturelle Kompetenz und Integration (IKI), Ausländerbeirat und Förderverein für Jugendkultur und Jugendarbeit (JUKA) ging es darum, gemeinsam mit der Frauenbeauftragten der Stadt Bad Nauheim ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen. Nun hat sich daraus eine ehrenamtliche Initiative entwickelt, die das Thema nachhaltig aufarbeiten will.

Mitglieder haben Voraussetzungen

"In vielen Gesprächen direkt im Anschluss an die Veranstaltung und in den folgenden Tagen wurde vor allem der Wunsch geäußert, die Initiative möge keine ›Eintagsfliege‹ sein", berichten die Initiatorinnen Ursel Leichtweiß (ICBN) und Hedwig Rohde (IKI).

Sehr schnell verdichteten sich diese Gespräche zu der Idee, die vier Vereine und Institutionen ICBN, IKI, Ausländerbeirat und JUKA sollten eine Arbeitsgruppe gründen, um das Thema "Rassismus und Diskriminierung" aufzuarbeiten und nachhaltige Handlungsoptionen zu entwickeln. "Dabei wollen wir unseren Blick vor allem auf die Situation in unserer Stadt richten, denn dies ist der einzige Ort, an dem wir tatsächlich etwas verändern könnten", erläutern die beiden. Die drei Vereine sind sich einig, der Ausländerbeirat ist angefragt.

Gemeinsam hätten die Vereine Mitglieder mit zahlreichen Nationalitäten, aus dem Altersspektrum von jungen Erwachsenen bis zu Senioren und mit völlig unterschiedlichen Lebenswegen und -erfahrungen.

Eine Art Charta für Bad Nauheim

In die Arbeitsgruppe sollen die Vereine jeweils zwei Mitglieder entsenden. Leiten wird die Gruppe Dr. Ulrich Becke. Geplant ist, binnen etwa zwölf Monaten ein Positionspapier zu erarbeiten, das dann im ersten Schritt sämtlichen (schätzungsweise 200 bis 220) Bad Nauheimer Vereinen und Institutionen zu Diskussion, Stellungnahme bzw. Beteiligung zugeleitet werden soll. Nach Einarbeitung der Rückläufe soll das Positionspapier in einer gemeinsam mit der Stadt organisierten öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und diskutiert werden.

Ziel sind eine Art "Bad Nauheimer Charta gegen Rassismus und Diskriminierung" sowie in der Folge regelmäßige öffentliche Impulse, um das Thema in einer möglichst breiten Öffentlichkeit im Gespräch zu halten, Menschen zu sensibilisieren und so zu einem sukzessiven Bewusstseinswandel beizutragen.

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