Was tun gegen das Insektensterben?

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Bad Nauheim (pm). Der von Rudi Nein, dem ehrenamtlichen Umweltberater der Stadt Bad Nauheim, organisierte und moderierte Vortrag des Biologen Prof. Werner Gnatzy von der Goethe-Universität Frankfurt hat die etwa 70 interessierten Besucher mit einer Fülle wissenschaftlich fundierter Fakten informiert. Hat das Thema Insektensterben doch mittlerweile einen hohen umweltpolitischen Stellenwert.

Insekten kämen ohne Menschen aus

Wie der Experte berichtete, sind in den vergangenen 30 Jahren drei Viertel des globalen Insektenbestandes verschwunden. Inzwischen sind die Anzeichen des massiven Rückgangs der Wildbienen, Schmetterlinge und anderer Insektenarten augenfällig. Das sei eine Katastrophe, sagte Gnatzy. Insekten kämen bestens ohne Menschen aus, umgekehrt aber brauche der Mensch diese Tiere. Sie nehmen zentrale Aufgaben im Netzwerk der Natur wahr, beispielsweise indem sie Pflanzen bestäuben. Diese Pflanzen bilden wiederum die Nahrungsgrundlage für viele Tierarten - und für Menschen. Gnatzy beleuchtete die Gründe des Artensterbens. Wer sind die Verursacher und was muss sich ändern? Wie kann jeder mithelfen, diesen Trend zu stoppen? Diese Fragen waren der Einstieg in eine rege Diskussionsrunde. Nein bot Infomaterial zum Natur- und Artenschutz an, wovon die Besucher reichlich Gebrauch machten.

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