Gedenken an verstorbene Frauen

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). Brustkrebs ist kein Todesurteil mehr, und doch sterben in Deutschland laut Statistischem Bundesamt täglich 48 Frauen an einem Mammakarzinom. Damit diese Frauen gerade in Corona-Zeiten nicht vergessen werden, gedenkt die Gruppe Bad Nauheim der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) am 8. Oktober um 18 Uhr in der Dankeskirche der vielen Schicksale.

Die ökumenische Andacht, die auch Frauen und Männer, die konfessionell nicht gebunden sind, willkommen heißt, findet in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Bad Nauheim statt.

Lucia heißt Lichtträgerin - mit der Lucia-Aktion in vielen deutschen Städten möchten die FSH-Mitglieder auf die Bedeutung der Krebs-Selbsthilfe und das Anliegen, Menschen immer wieder für den Umgang mit Brustkrebs zu sensibilisieren, hinweisen. "Von unseren Gruppenteilnehmerinnen hören wir immer wieder, dass unsere Angebote für sie sehr hilfreich sind, sie jedoch viel zu spät von uns erfahren haben", erläutert Andrea Eiserloh, stellvertretende Leiterin der Gruppe Bad Nauheim. "Das möchten wir gern ändern." Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass die Erkrankung eine enorme emotionale Belastung darstellt. "In dieser Situation fangen wir die Frauen auf und helfen ihnen dabei, einen guten Umgang mit der eigenen Erkrankung zu finden."

In der Gruppe erhalten die Betroffenen neben der Möglichkeit zum Gespräch auch Tipps, wo sie Informationen finden, welche Fragen sie den Ärzten stellen sollten und welche Leistungen sie von der Krankenversicherung erwarten können. Außerdem werden Experten zu Vorträgen eingeladen. "In unserer Gruppe geht es aber nicht nur um den Austausch von Krankheitserfahrungen und Informationen", erläutert Eiserloh. "Noch mehr Wert legen wir darauf zu zeigen, dass auch mit einer Krebserkrankung die Lebensfreude nicht verschwinden muss. Bei uns wird immer viel gelacht."

Frauen und Männer mit einer Krebserkrankung sind eingeladen, sich der Gruppe anzuschließen. Unter Hygieneauflagen trifft sich die Gruppe am zweiten oder dritten Donnerstag im Monat um 18 Uhr im Facharzt- und Servicezentrum am Hochwaldkrankenhaus. Die Treffen können unverbindlich besucht werden und sind kostenfrei. Um Anmeldung bei Andrea Eiserloh (Telefon 0 60 43/90 61 31) und Ulrike Hirt (Telefon 0 60 08/74 26) wird gebeten.

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