Freuen sich mit den Eltern Alina Wiegelmann und Tobias Scheld über die Geburt von Leo (v. l.): Ärztin Katja Preußer, Oberärztin Dr. Anika Rifi, Kinderkrankenschwester Angelika Seeger und die stellvertretende Leitende Hebamme Sabine Schäfer.
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Freuen sich mit den Eltern Alina Wiegelmann und Tobias Scheld über die Geburt von Leo (v. l.): Ärztin Katja Preußer, Oberärztin Dr. Anika Rifi, Kinderkrankenschwester Angelika Seeger und die stellvertretende Leitende Hebamme Sabine Schäfer.

An Silvester um 23.59 Uhr

Geburt im Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim: Leo kommt "last minute"

  • vonred Redaktion
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Auf den letzten Drücker im alten Jahr hat der kleine Leon im Bad Nauheimer Hochwaldkrankenhaus das Licht der Welt erblickt: Genau um 23.59 Uhr wurde er an Silvester 2020 geboren.

"Er wollte uns das vergangene Jahr noch versüßen", sagt Alina Wiegelmann lächelnd. Die 23-Jährige, in Rosbach und Friedberg aufgewachsen und seit einigen Monaten in Wölfersheim lebend, freut sich gemeinsam mit Partner Tobias Scheld (30) über ihr erstes Kind. Leo hat den Neujahrsmorgen knapp verpasst und wurde ein "Last-minute-Silvesterbaby": Um 23.59 Uhr am 31. Dezember 2020 erblickte er als viertes Kind an diesem Tag nach einer problemlosen Geburt im Kreißsaal der GZW-Frauenklinik im Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim das Licht der Welt. Den Fototermin verschlief er dann zufrieden, warm eingehüllt in die von seiner Urgroßmutter väterlicherseits, Lilli Riedel (71) aus Obbornhofen, liebevoll gestrickte Babydecke.

Rekordjahr mit 1090 Babys

Für die Abteilung Geburtshilfe der GZW-Frauenklinik ging mit Leos Geburt ein Rekordjahr zu Ende: 1090 Babys, 33 mehr als im Jahr zuvor, wurden 2020 hier geboren, 53 von ihnen im hebammengeleiteten Kreißsaal. "Das Konzept, den Gebärenden das Vertrauen in ihren eigenen Körper zurückzugeben, weckt überregionales Interesse, es zieht Frauen sogar aus dem Raum Limburg und dem Hintertaunus an", erklärt die stellvertretende Leitende Hebamme, Sabine Schäfer. Dementsprechend ist die im Hochwaldkrankenhaus ohnehin unterdurchschnittliche Kaiserschnittquote (2020: 27 Prozent) mit 5,6 Prozent hier noch einmal deutlich niedriger.

"Jede Geburt ist ein individuelles, unverwechselbares Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren. Mutter, Kind und Vater bringen ihre jeweiligen gesundheitlichen, mentalen und körperlichen Besonderheiten mit, ihre Ängste und Sorgen", betont Oberärztin Dr. Anika Rifi. Dazu kämen die Faktoren im Krankenhaus: die Geschäftsleitung, welche dankenswerterweise großzügig die Rahmenbedingungen setze, sowie das engagierte interdisziplinäre Team, das über alle Berufsgruppen hinweg das Ziel verfolge, die werdenden Mütter individuell zu begleiten und sie in der Wahrnehmung ihrer persönlichen und natürlichen Fähigkeiten zu stärken.

Sieben Geburten in sechs Stunden

Was ein solches Team leisten könne, zeige sich an Tagen wie dem 29. Dezember. Mit zehn Geburten, davon sieben in sechs Stunden, war er laut Rifi einer der geburtenstärksten im vergangenen Jahr. "An einem solchen Tag kommen ganz selbstverständlich Hebammen aus dem Frei; keine Frau muss Angst haben, bei viel Betrieb alleine gelassen zu werden. Am 29. hatten wir statt zwei Hebammen dann fünf hier, die Entbindungsstation hat mitgeholfen, und es hat alles reibungslos geklappt", freut sich Rifi und verbindet mit der Freude den Dank an alle Beteiligten, auch an die Eltern für ihr anhaltendes Vertrauen.

Von den drei geburtenstärksten Monaten 2020 mit jeweils über 100 Geburten fiel der April mitten in den ersten Shutdown. Oberärztin Rifi: "Corona war der eine Faktor im letzten Jahr, den wir nicht beeinflussen konnten. Das Virus hat uns stark gefordert, aber wir haben uns mit großem Einsatz und viel Kreativität permanent an die sich verändernden Voraussetzungen angepasst. Und wir sind unseren Standards treu geblieben: Babys kommen bei uns an allen Wochentagen und zu allen Uhrzeiten auf die Welt, ganz so, wie es sich natürlich ergibt."

Corona-Regeln

Geplante Operationen lassen sich verschieben, Geburten nicht. Für den optimalen Geburtsablauf unter Corona-Bedingungen sind im Bad Nauheimer Hochwaldkrankenhaus aktuell folgende Regeln zu beachten:

Die Anmeldung zur Geburt ist telefonisch oder persönlich möglich.

Im gesamten Krankenhaus gilt Maskenpflicht.

Bei der Ankunft zur Geburt werden Mutter und Begleitung getestet.

Eine Begleitperson mit Symptomen erhält keinen Zutritt.

Väter sind ab Geburtsbeginn zugelassen.

Das Familienzimmer ist - falls verfügbar - nur für Frau und Mann nutzbar, nicht für ältere Geschwister.

Fragen rund um die Geburt können montags bis freitags jeweils zwischen 8 und 14 Uhr unter Tel. 0 60 32/7 02 29 81 oder per E-Mail an Kreisssaal.bn@gz-wetterau.de gestellt werden.

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