FW/UWG fordert: Polizeipräsenz stärken

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Bad Nauheim (pm). Auch die FW/UWG fordert, dass es wieder eine Polizeistation mit durchgängiger Besetzung in Bad Nauheim geben müsse. Dies sei nicht nur hinsichtlich des Problems mit Auto-Posern, sondern auch zur Erhöhung der allgemeinen Sicherheit in der Stadt dringend geboten, schreiben die Freien Wähler in einer Pressemitteilung.

Darin heißt es weiter: »Nun wendet sich die CDU mit dieser Forderung, dem Wahlkampf geschuldet, an die Öffentlichkeit.« Dabei verschweige sie aber wissentlich die Tatsache, dass es der eigene Parteifreund der CDU, der hessische Innenminister gewesen sei, der durch Einsparungen die Streichung der Polizeistellen in Bad Nauheim zu verantworten habe. »Wir fordern die CDU Bad Nauheim deshalb dringlich auf, zuallererst auf ihren Innenminister einzuwirken, mindestens die ursprüngliche Situation wiederherzustellen - statt wahlkämpferisch entsprechende Forderungen in der Presse zu erheben«, heißt es weiter vonseiten der Freien Wähler.

Verlagerung auf anderes Parkdeck

»Selbstverständlich darf dadurch nicht die Arbeit unseres lokalen Schutzmanns vor Ort, Bernd Büthe, beeinträchtigt oder gar gestrichen werden.« Dieser leiste mit seiner täglichen Arbeit und der Präsenz in der Innenstadt hervorragende Arbeit, die von allen sehr hoch wertgeschätzt werde und für die sich die FW/UWG ausdrücklich bedanke.

In Sachen Poser hätten sich engagierte und besorgte Bürger kürzlich an alle Fraktionen gewandt und sie um Stellungnahmen gebeten. Die FW/UWG habe deren Fragen umgehend direkt und ausführlich beantwortet - »ohne dies allerdings wahlkämpferisch an die Presse zu geben«.

Die Antwort der Freien Wähler enthalte unter anderem folgende Gesichtspunkte und Bewertungen: Die Forderung nach mehr Kontrollen sei richtig, aber durch die Stadt nicht zu erledigen, da diese Überwachung eine Aufgabe der Polizei sei. Geschwindigkeitskontrollen der Stadt seien leider auch nur an der Stelle und sehr kurzzeitig ein Mittel. »Ich habe selbst gesehen, wie die in der Stadt bekannten Autos an die Messstelle schnell heranfahren, um dann stark abzubremsen und danach wieder hoch beschleunigen«, erläutert FW/UWG-Fraktionsvorsitzender Markus Theis.

Durch sogenannte »Soziale Medien« verbreite sich eine Messstelle so schnell wie die Autos führen - und es führe dann offensichtlich sogar noch zur Verhöhnung dieser Maßnahmen, indem man mehrmals die Messstellen passiere. Leider sprächen sich Kontrollen einfach in der Szene zu schnell rum.

Die Freien Wähler verweisen auf von Bürgern genannte Lösungen in anderen Städten. Diese könne man gegebenenfalls als Vorschläge auch in die politische Diskussion einbringen, schreiben die Freien Wähler. Eine Maßnahme, die zumindest den Treffpunkt Parkdeck Schwalheimer Straße entschärfen könnte, werde in den nächsten Wochen umgesetzt. Ein Rolltor werde angebracht, sodass das Befahren dann nicht mehr überall und zu jeder Zeit möglich sein werde.

Damit werde es wahrscheinlich zu einer Verlagerung dieser »Szene« kommen. Inzwischen seien nachts auch auf dem Parkdeck Sprudelhof leider schon Zusammenkünfte zu beobachten. »Deshalb brauchen wir unbedingt und unverzüglich den durchgängig besetzten Polizeiposten vor Ort!«

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