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Als Zeichen der Solidarität hängt dieses Banner über der Sprudelhof-Treppe.

Für eine bunte Kurstadt

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Bad Nauheim (pm). Der Ausländerbeirat der Kurstadt verurteilt »die systemische Diskriminierung von Menschen, die im gesellschaftlichen oder politischen Diskurs als ›anders« eingestuft werden. Die Entscheidung der UEFA in diesem Zusammenhang, eine Stadion-Illumination in Regenbogenfarben zu untersagen, erfordert eine kritische Bewertung«, heißt es in einer Pressemitteilung des Bad Nauheimer Ausländerbeirats.

Sich für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Mitmenschen oder bestimmter Teile der Gesellschaft einzusetzen, sei oftmals mit Gegenwind und manchmal auch mit unangenehmen Folgen verbunden. Dass Einzelne sich deswegen scheuten, sei nachvollziehbar. »Dass jedoch eine große und starke supranationale Institution wie die UEFA sich genau dann, wenn es drauf ankommt, Stellung zu beziehen, hinter vermeintlicher Neutralität verschanzt, verdient deutliche Kritik«, schreibt der Bad Nauheimer Ausländerbeirat weiter. Dies insbesondere, da sich die UEFA im Vorfeld als Verfechter von Toleranz und Respekt im Fußballsport dargestellt habe.

Für den Ausländerbeirat sei es selbstverständlich, dass jeder Person, egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder persönlicher Lebensweise, mit Respekt und Toleranz begegnet werden müsse.

Der Beirat zeigt sich solidarisch mit allen Betroffenen von systemischer Diskriminierung und jenen, die das Rückgrat haben, dagegen ihre Stimme zu erheben. Das Banner über der Sprudelhof-Treppe mit der Aufschrift »Bad Nauheim ist bunt« ist ein Zeichen dieser Solidarität.

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