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Fünf Traum-Abiture an der Lioba

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Bad Nauheim (pm). Ohne den üblichen Festgottesdienst und einen Abi-Ball im Dolce wurden die 101 Abiturienten des Jahrgangs 2020 von der Sankt-Lioba-Schule verabschiedet. Eine feierliche Verabschiedung mit Zeugnisverleihung war aber auch in Corona-Zeiten möglich. Statt in der Kirche empfingen die Schulseelsorger Regina Röhrig, Michael Langer und Ernst Widmann die Absolventen mit ihren Begleitern im schuleigenen Park und erinnerten im Rahmen einer kurzen Andacht mit einer Erzählung über den Propheten Elia daran, dass Gottes Worte oft gerade in Zeiten der Stille zu hören seien. »Geh deinen Weg«, lautete die Botschaft Gottes an Elia, die jetzt den jungen Erwachsenen mitgegeben wurde.

Grußwort aus dem Bistum Mainz

Mit Rücksicht auf die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln versammelten sich erstmals nicht alle Schüler des Jahrgangs zum Erhalt der Hochschulreife, sondern immer die einzelnen Tutorengruppen. Nach dem Auftakt im Park ging es dann in die Aula. Ansprachen hielten Schulleiter Bernhard Marohn, Studienleiter Winfried Auel sowie Vertreter von Schulelternbeirat, Kurssprecher und Förderverein. Das Grußwort von Ordinariatsdirektor Gereon Geissler, der im Bistum Mainz das Bildungsdezernat leitet, wurde als Videobotschaft eingespielt. Das Bistum ist der Schulträger des katholischen Gymnasiums.

Die Lioba-Absolventen hatten durchaus Grund, sich und ihren Abschluss zu feiern: Alle Schüler, die sich zum Abitur angemeldet hatten, erreichten einen studienqualifizierenden Abschluss. 101 Zeugnisse enthielten den Hinweis »Allgemeine Hochschulreife«, ein Absolvent erreichte die Fachhochschulreife. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,07 seien die Leistungen des Jahrgangs überaus erfreulich, so die Mitteilung. Drei Schülerinnen und zwei Schüler schlossen mit der Traumnote 1,0 ab, 17 Schüler erhielten mit einem Durchschnitt zwischen 1,0 und 1,4 ein »sehr gutes« Abschlusszeugnis. Gleich 45 Schüler sahen auf ihrem Zeugnis eine 1 vor dem Komma.

Marohn stellte nicht zuletzt mit Blick auf diese Ergebnisse die Frage, wie schlimm die Corona-Auswirkungen auf das Abitur letztendlich gewesen seien. Es habe sich angesichts ansonsten leerer Klassenzimmer immerhin um die »störungsfreiste schriftliche Prüfung aller Zeiten« gehandelt. Und als Jahrgang in die Geschichte des deutschen Abiturs einzugehen, sei auch nicht jedem vergönnt, führte er augenzwinkernd aus.

Der Buchpreis des Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf für besonderes soziales Engagement ging in diesem Jahr an Cornelius Bernhard, der mit seinem Einsatz für den Schulsanitätsdienst und die kirchliche Jugendarbeit an der Schule wichtige Impulse gegeben hat. Weitere Auszeichnungen wurden für die besten Abiturleistungen in Mathematik (Tom Güntzel), Chemie (Lilly Musch), Physik (Maike Lind), in evangelischer (Elena Appel, Amelie Bey, Juliana Reitz, Lea Stein) und katholischer Religion (Pia Michalik) verliehen. Dazu kamen Ehrungen für zahlreiche ehrenamtliche Betätigungen, neben dem Schulsanitätsdienst und der J-GCL auch in der Theater-AG, bei den Klassenpaten, in Chor oder Orchester oder in der Schülervertretung.

Erinnerungstafel für die Aula

Einen Geldpreis für besonderes soziales Engagement inner- wie außerhalb der Schule vergab der Rotarierclub Bad Nauheim-Friedberg an Belana Rieck. Der Freundeskreis der Schule ehrte schließlich Maike Lind, Johanna Nickel, Josephine Roßkamp, Philipp Bredemeier und Tom Güntzel für ihr Traumabitur mit einer 1,0. Ann Kathrin Walter überreichte als Vorsitzende Geldgutscheine und überraschte alle Schüler noch mit einer vom Förderverein gesponserten Erinnerungstafel, mit der die Namen der Absolventen in der Aula verewigt werden.

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