Freie Wähler sehen Chance für die Wobau

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Bad Nauheim (pm). Mit dem Verhandlungsergebnis des Bürgermeisters bezüglich der Bebauung des ehemaligen Zahnfabrik-Geländes in der Frankfurter Straße zeigen sich die Freien Wähler/UWG sehr zufrieden. »Der Investor, der auf diesem Gelände Eigentumswohnungen errichten und verkaufen will, wird sich verpflichten, eine Ablöse an die Stadt zu zahlen, um damit Baurecht zu erhalten. Diese Ablöse wird die Stadt dann an die Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) weitergeben und diese damit in die Lage versetzen, subventionierten Wohnraum zu bauen, der dann unter dem Mietpreis-Niveau für Neubauten liegt«, schreiben FW/UWG in einer Pressemitteilung. Dieser Wohnraum werde dann auch dauerhaft von der Wobau bewirtschaftet und an die Interessenten vergeben.

»Es ist schon erstaunlich, dass der Frankfurter Investor bereit ist, den gleichen Preis für die Ablöse wie in Frankfurt zu zahlen, zeigt aber die enorme Attraktivität der Kurstadt.« sagt Markus Philipp, für die FW/UWG Mitglied im Aufsichtsrat der Wobau.

Insgesamt wird sich die Ablöse auf rund 500 000 Euro belaufen, also etwa 100 Euro pro Quadratmeter neu gebauter Wohnfläche. Im Bauausschuss und in der Stadtverordnetenversammlung wurde diesem Modell der Beteiligung von privaten Investoren bereits zugestimmt. In den Gremien machte Markus Theis, Fraktionsvorsitzender der FW/UWG bereits deutlich, dass mit diesem Ergebnis ein neuer Standard geschaffen worden sei, der nun auch aus Gründen der Gleichbehandlung bei jedem anderen Projekt, bei dem ein Investor die Mithilfe der Stadt benötige, festgehalten werden müsse. Dass jetzt bereits ein zweiter Investor bereit sei, die Ablöse zu bezahlen und einen Vertrag darüber abzuschließen, bestätige nur, dass es möglich sei. Auch hier handele es sich um einen Betrag von rund einer halben Million Euro, der auch wieder der städtischen Wobau zufließen werde.

Mit diesen und weiteren Mitteln sowie einer kostengünstigeren Bauweise könne das Ziel von Mieten unter dem jetzigen Neubau-Preisniveau erreicht werden. Im Aufsichtsrat der Wobau werde die FW/UWG darauf hinwirken, dass schnellstmöglich ein geeignetes Grundstück gefunden werde, auf dem dann auch tatsächlich der Wohnraum geschaffen werden könne. Theis: »Das Geld der Ablöse muss auch in Wohnraum umgewandelt werden, sonst ist es nichts wert.«

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