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Altbürgermeister Bernd Witzel (3. v. r.) in seiner Kulturscheune mit Besuchern der FW/UWG-Sommertour.

Freie Wähler erwarten Millionendefizit im Etat

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Bad Nauheim (pm). Die Sommertour der FW/UWG-Fraktion unter dem Motto »Wir hören Ihnen auch nach der Wahl zu!« endete in der Kulturscheune von Bernd Witzel in Nieder-Mörlen. Viele Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um sich in lockerer Runde über die neuen, nach der Kommunalwahl anstehenden Projekte mit den Vertretern der Fraktion auszutauschen.

Nach UWG-Angaben waren die Besucher bei allen Terminen daran interessiert, wie es zur Kenia-Koalition gekommen ist, in denen auch die »beiden Wahlverlierer« CDU und SPD vertreten seien. Die SPD habe sogar die größte Wahlniederlage seit 1945 hinnehmen müssen. Zudem hätten sich Bürger enttäuscht gezeigt, dass das von der CDU stets reklamierte »ungeschriebene Gesetz«, wonach die stärkste Fraktion den Stadtverordnetenvorsteher stelle, nur gelte, wenn es der Union nutze. »Offensichtlich scheint der Groll auf die Wahlgewinner FW/UWG so groß zu sein, dass man sich vor allem gegen die Freien Wähler verbündet hat«, sagte ein Teilnehmer der Sommertour zur Kenia-Koalition.

Reger Diskussionsbedarf war zum Bau und der Finanzierung der Therme vorhanden. Ohne Tiefgarage liegen die Kosten für das Großprojekt nach UWG-Angaben jetzt bereits über 47 Millionen Euro. Gesprächsbedarf bestand auch zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für die Kurstadt und dem neuen Flächennutzungsplans.

Fraktionsvorsitzender Markus Theis beantwortete Fragen und erläuterte einige Hintergründe. »Die Corona-Pandemie wird ihre Spuren hinterlassen, und alle künftigen Entscheidungen stehen natürlich unter dem Eindruck der Folgen, die sich daraus ergeben«, antwortete Theis auf die Frage, welche Projekte angesichts der Therme und der finanziellen Belastungen durch die Pandemie in Bad Nauheim noch möglich sein werden. Wie jetzt schon erkennbar sei, werde der Haushaltsentwurf für 2022 ein Minus in Millionenhöhe aufweisen.

Mit Interesse nahmen Fraktionsmitglieder Anregungen der Teilnehmer auf. Darüber soll in Kürze in der Fraktion diskutiert werden.

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