M. Lüder-Weckler
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Freie Wähler: Erneute Prüfung bringt nichts

  • Bernd Klühs
    vonBernd Klühs
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Bad Nauheim-Nieder-Mörlen(bk/pm). Die Verkehrssituation am Ortsausgang von Nieder-Mörlen (Weingartenstraße/Luise-Frey-Straße/Gutermannweg) ist nicht optimal. Die CDU spricht gar von "Lebensgefahr" für Autofahrer und Fußgänger. Die Union hatte deshalb einen Prüfantrag für die jüngste Stadtparlamentssitzung gestellt: Die Verwaltung sollte Möglichkeiten zur Veränderung vorstellen. Obwohl die anderen Fraktionen im Prinzip ebenfalls Verbesserungsbedarf sehen, gab es für die CDU-Initiative keine Mehrheit (WZ vom 12. Dezember).

Gegen den Antrag votierten unter anderem die Freien Wähler. Wie Fraktionschef Markus Theis jetzt sagt, habe die CDU den Eindruck erwecken wollen, dass sie sich um die Verkehrssituation an dieser Einmündung kümmert. Die FW/UWG habe zwar gegen den Antrag gestimmt, berücksichtige aber trotzdem die Hinweise der Anwohner. Der Ortsbeirat Nieder-Mörlen habe sich mit diesem Thema bereits vor zwei Jahren beschäftigt.

Bürgersteig-Bau nicht möglich

Die Prüfung durch die Verwaltung habe leider zu einem negativen Ergebnis geführt. Der Ortsbeirat habe damals unter Leitung von Ortsvorsteher Matthias Lüder-Weckler (FW/UWG) einen Antrag der Freien Wähler verabschiedet, der eine sichere Überquerung der Weingartenstraße für Fußgänger ermöglichen sollte. Gefordert wurde der Bau eines Bürgersteigs, der von der Einmündung der Luise-Frey-Straße die Weingartenstraße entlang bis zur Querungshilfe führen sollte. "Ziel war es, das Neubaugebiet Am Hempler über den Gutermannweg mit dem Ortskern zu verbinden", erläutert Lüder-Weckler. Die Verwaltung habe geprüft, die Eigentümer der Grundstücke, die für den Bürgersteig benötigt werden, wollten aber nicht zu einem vertretbaren Preis verkaufen. "Wieso dieses Problem nicht schon bei der Planung des Neubaugebiets vor Jahren berücksichtigt wurde, kann ich nicht nachvollziehen", betont Lüder-Weckler. Das sei für die Anwohner sehr unschön, jedoch kurzfristig nicht zu ändern.

Eine erneute Prüfung - wie von der CDU beantragt - würde dem Ortsvorsteher zufolge kein anderes Ergebnis bringen. "Dass die CDU jetzt den Antrag aus 2018 wieder stellt, obwohl sie die Antwort bereits kennt, kann man nur unter dem Eindruck der Wahl im März erklären", betont Lüder-Weckler. Der von der CDU geäußerte Vorwurf der "Untätigkeit" des Ortsbeirats sei unsachlich und nachweislich falsch. Die CDU sei im Ortsbeirat vertreten, habe aber in den letzten fünf Jahren dort nicht einen Antrag eingebracht. Offenbar glaube die Union, ihre eigene Untätigkeit im Ortsbeirat kaschieren zu können.

Der Ortsbeirat habe vor zwei Jahren außerdem beantragt, den kurzen Verbindungsweg zwischen Luise-Frey-Straße und Raiffeisenstraße zu pflastern. Dadurch wäre eine gefahrlose Überquerung der Weingartenstraße möglich, auch wenn die Lösung über die Luise-Frey-Straße zum Gutermannweg die weitaus bessere Variante sei.

Zum Problem, das Autofahrer beim Abbiegen von der Luise-Frey-Straße in die Weingartenstraße haben, zitiert die FW/UWG die Aussagen von Erstem Stadtrat Peter Krank in der Parlamentssitzung. Der Verkehrsdezernent hatte die Situation als nicht dramatisch geschildert. Um die Sicht beim Einbiegen auf die Weingartenstraße zu verbessern, könne möglicherweise ein Parkplatz auf der Hauptdurchgangsstraße gestrichen werden. FOTO: PV

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