Freuen sich über Amin, das 1000. Baby des Jahres 2020 im Hochwaldkrankenhaus: die Eltern Elena Niedenthal und Beivesir Rizvanovic mit Oberärztin Dr. Anika Rifi (hinten links) und Kinderkrankenschwester Claudia Schmidt. FOTO: PM
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Freuen sich über Amin, das 1000. Baby des Jahres 2020 im Hochwaldkrankenhaus: die Eltern Elena Niedenthal und Beivesir Rizvanovic mit Oberärztin Dr. Anika Rifi (hinten links) und Kinderkrankenschwester Claudia Schmidt. FOTO: PM

Frauenklinik begrüßt 1000. Baby

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). Der Boom hält an: Neun Tage früher als 2019 stellte sich in der geburtshilflichen Abteilung der Frauenklinik am Hochwaldkrankenhaus das 1000. Baby des Jahres ein. Um 15.42 Uhr am 1. Dezember 2020 erblickte der Bad Nauheimer Neubürger Amin nach einer unkomplizierten Geburt das Licht der Welt - beachtliche 53 Zentimeter groß und 3740 Gramm schwer.

Amin ist das zweite Kind von Elena Niedenthal (32) und Beivesir Rizvanovic (34), Inhaber einer Baufirma, und wird in seinem Zuhause im Stadtteil Nieder-Mörlen auch von seinem 14-jährigen Bruder Alijan umhegt und verwöhnt werden. Mit seiner Geburt hatte sich Amin etwas Zeit gelassen und so nicht nur den Titel eines Jubiläumsbabys errungen, sondern sich zur Freude von Mutter Elena auch den Tag mit dem ersten Schnee des Winters ausgesucht.

Bad Nauheim trotzt dem Trend

Den kontinuierlichen Anstieg der Geburtenzahlen (zur Erinnerung: 2017 stellte sich das 1000. Baby am 28. Dezember ein, 2018 am 24. Dezember, 2019 am 10. Dezember) verzeichnen Oberärztin Dr. Anika Rifi und ihr Team mit Freude und Zufriedenheit. Rifi: "Anderen Orts werden Kliniken aufgrund zu geringer Zahlen geschlossen, das Hochwaldkrankenhaus wächst und unsere Geburtshilfe ebenfalls. Das ist eine schöne Bestätigung für alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hier mit viel Engagement und Herzblut tätig sind." Die Oberärztin führt die positive Entwicklung auf mehrere Faktoren zurück. So ist das Hochwaldkrankenhaus seit zehn Jahren durch die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF als "babyfreundlich" zertifiziert.

Im Eintreten für das Verständnis von Geburt und Mutterschaft als natürlichen Erlebnissen punktet die Abteilung mit einer weit unter dem Bundesdurchschnitt liegenden Kaiserschnittrate von spektakulären 25 Prozent sowie einer hohen Stillquote. Gestützt wird dieses Konzept durch den hebammengeleiteten Kreißsaal, den immer mehr gesunde Frauen mit unkomplizierter Schwangerschaft in Anspruch nehmen. Er macht das Hochwaldkrankenhaus auch zu einem begehrten Arbeitsplatz für Hebammen. Dies wirkt zusammen mit dem 2019 in Kooperation mit der Hochschule Fulda gestarteten Angebot des dualen Studiums Hebammenkunde dem bundesweit beklagten Hebammen-Mangel am Standort Bad Nauheim erfolgreich entgegen.

Zusätzlich stabilisierend wirken laut Dr. Rifi auf das gesamte Team der geburtshilflichen Abteilung das vor zwei Jahren eingeführte vierteljährliche Notfalltraining sowie die enge Kooperation mit der Kinderklinik Gießen. Das Corona-Jahr 2020 stellte auch die geburtshilfliche Abteilung vor besondere Herausforderungen. "Während des gesamten Jahres konnten wir in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung und dem Corona-Krisenstab des GZW an unserem Prinzip festhalten, den Partnern die Teilnahme an der Geburt zu ermöglichen", betonte Rifi. Mit erheblichem Aufwand und sehr flexibel sei die Abteilung immer wieder neue Wege gegangen, um die aufgrund der Kontaktbeschränkungen zeitweise untersagten, zeitweise nur mit begrenzter Teilnehmerzahl möglichen Info-Abende zu ersetzen oder neu zu gestalten.

Info-Abende durch Videos ersetzt

"Die Info-Abende, sonst das Herzstück unserer Kontaktaufnahme mit den werdenden Eltern, wurden im April zunächst durch Videos ersetzt, die bei Youtube eingestellt und auch über unsere BabyApp Bad Nauheim abspielbar sind", erläuterte Rifi. Danach wurde für die Info-Abende die Videokonferenzschaltung via "Zoom" etabliert, zunächst nur für die Väter, aktuell für alle Teilnehmer. "Während planbare Operationen in Krisenzeiten abgesagt werden können und werden, fragen Babys nicht, ob ein Geburtstermin passt. Alle Mitglieder unseres Teams haben in diesem Jahr mit großem persönlichen Einsatz zum Schutz von Müttern und Kindern verschärfte Hygienevorschriften umgesetzt, sich permanent auf ständig wechselnde Rahmenbedingungen eingestellt und dabei noch ein Plus an Geburten bewältigt", sagte Rifi. Darauf könne man stolz sein.

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