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Die beiden Referentinnen (vorne links) berichten über das Leben der Fledertiere.

Fledermäusen auf der Spur

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Bad Nauheim/Friedberg (pm). Die europäischen Fledermausnächte standen kürzlich wieder auf dem Programm. Anlass für die beiden Nabu-Gruppen Bad Nauheim und Friedberg, bei einer Exkursion Interessierten das Leben der vom Aussterben bedrohten Tiere nahe zu bringen. Ruth Müller und Maxi Heuer, beide vom Nabu Friedberg, als Referentinnen sowie Claudia Kutschker vom Nabu Bad Nauheim nahmen die Besucher, darunter 20 Kinder, in Empfang.

Die beiden Referentinnen schilderten in Form eines Frage- und Antwortspiels das Leben der Fledertiere. Wie groß sind die Zwergfledermäuse als kleinste heimische Art? Worin besteht ihre Nahrung und wie fangen sie diese? Gibt es bei uns blutsaugende Fledermäuse? Legen sie Eier oder gebären sie lebende Junge? Diese und viele andere Themen wurden mit tollen Aufnahmen veranschaulicht. Es zeigte sich an diesem Abend, dass viele der Kinder schon ein beachtliches Wissen zu diesen Tieren haben, die bereits seit rund 50 Millionen Jahren die Erde bevölkern.

Detektoren schlagen an

Zum Jagen setzen die Fledertiere Ultraschalllaute ein, dies wussten nahezu alle Besucher. Aber wie fangen sie ihre Nahrung wie Mücken oder Nachtfalter? Dies wurde anschließend anhand eines lustigen Gummibärchen-Fangspiels verdeutlicht. Ähnlich wie die Fledermäuse, die mit ihrer Flughaut eine Art Schirm bilden und so die Beute fangen, gelang es den Kindern, die meisten Gummibärchen aus der Luft mit einer Falte an ihren Pullovern zu fangen.

In der einsetzenden Dämmerung waren bald die ersten Schatten vorbeihuschender Fledermäuse zu sehen. Zeit, endlich die Detektoren aus- und alles andere Material wieder einzupacken. Schließlich schlugen die Detektoren überall an, noch bevor die Waldteiche in Bad Nauheim erreicht waren. Über der Wasserfläche konnte man auch mit den Taschenlampen vieles beobachten.

Am Ende der Exkursion hatte die Gruppe eine beachtliche »Jagdstrecke« erzielt. Gesichert waren die Beobachtungen von vier Fledermausarten: Zwerg- und Wasserfledermaus, Abendsegler sowie Bechstein-Fledermaus. Sie alle konnten anhand unterschiedlicher Frequenzen und ihrer Klicklaute geortet werden. Nach gut zwei Stunden ging es dann wieder zurück zum Parkplatz, wo sich die Besucher noch mit Informationsmaterial und bebilderten Postkarten eindecken konnten. Weitere Informationen zu den Aktivitäten der beiden Nabu-Gruppen sind im Internet verfügbar unter www.nabu-bad-nauheim.de und www.nabu-friedberg.de.

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