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Fantasia-Trauerspiel: Den »Hobbit-Hit« verpasst

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Wann endlich gehen die Türen auf? Als vierter Wiedereröffnungstermin wird der Januar genannt.
Wann endlich gehen die Türen auf? Als vierter Wiedereröffnungstermin wird der Januar genannt. © Nicole Merz

Bad Nauheim (bk). Für viele Bürger der Kurstadt könnte ein Neujahrswunsch bereits im Januar in Erfüllung gehen: Dann soll das Fantasia-Filmtheater in der Kurstraße 3 endlich wiedereröffnet werden. Diese Information ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, wie Betriebsleiter Martin Hofmann im Gespräch mit der WZ einräumt.

Seit August 2013, als mit der umfassenden Modernisierung des Kinos begonnen worden war, haben Hofmann und Inhaber Dieter Lachner bereits drei Termine genannt, die sich letztlich alle nicht halten ließen. Nach Ansicht des Betriebsleiters kann jetzt aber eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Die Totalsanierung sei inzwischen abgeschlossen, die neue Digitaltechnik bereits geliefert. »Die neue Anlage muss noch installiert, die Baustelle abgenommen werden«, berichtet Hofmann.

Passend für ein Lichtspielhaus, kann die Geschichte des Bauprojekts mit dem Titel einer Fernsehsendung zusammengefasst werden: »Pleiten, Pech und Pannen«. Zunächst wurde der Arbeitsaufwand offenbar viel zu gering eingeschätzt, denn zu Beginn sprachen die Kino-Macher von einer Wiedereröffnung im Spätherbst oder an Weihnachten 2013. Ostern 2014 wurde als nächstes angepeilt, gefolgt vom September. Jetzt also Januar 2015.

Unliebsame Überraschungen wie feuchte Wände oder enorme Mehrarbeit bei der Erneuerung des Bodens und der 146 Sitzplätze haben immer wieder zu Verzögerungen geführt. Letztlich wurde der Kinosaal komplett entkernt – alles ist neu. Das gilt auch für das Foyer, in dem ein modernes Raumkonzept umgesetzt worden ist. Herzstück des »neuen« Fantasia wird die digitale Bild- und Ton- Technik sein, die endlich auch das Zeigen von 3 D-Filmen ermöglicht – anderswo längst Standard. Um die Gesamtkosten von gut 350 000 Euro (100 000 steuert die Stadt bei) halbwegs refinanzieren zu können, müssen sich die Besucher auf eine moderate Preiseerhöhung von ein bis zwei Euro einstellen.

Die Schließungszeit von anderthalb Jahren hat den Betreiber eine Stange Geld gekostet. Jüngstes Beispiel: »Von dem ›Hobbit 3»-Erfolg konnten wir leider nicht profitieren«, sagt Hofmann. Der Streifen ist ein Dauerbrenner, führt seit drei Wochen die Kino-Hitliste an. Auch wenn er sich auf die Fantasia-»Wiedergeburt« im Januar nicht endgültig festlegen möchte, hat der Betriebsleiter immerhin ein deutlich vorsichtiger formuliertes Versprechen parat: Die Wetterauer Schulkinowoche (9.

-13. März) ist fest gebucht.

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