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Fachwerkbau, verwinkelte Gässchen und malerische Plätze

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Bad Nauheim (kun). Aus Tradition in Bewegung - dieses Motto führte die Verantwortlichen der Stadt Butzbach am Wochenende auf die Landesgartenschau. Die »Perle der Wetterau« zeigte sich im Goldsteinpark von ihrer besten Seite.

Bad Nauheim (kun). Aus Tradition in Bewegung - dieses Motto führte die Verantwortlichen der Stadt Butzbach am Wochenende auf die Landesgartenschau. Die »Perle der Wetterau« zeigte sich im Goldsteinpark von ihrer besten Seite. Dabei gaben viele unter den LGS-Besuchern zu, die Schönheit der 25 000-Einwohner-Stadt am Schrenzer, von denen mehr als die Hälfte auf die 13 Ortsteile entfallen, erst durch den Hessentag vor drei Jahren wahrgenommen zu haben.

Die Ausstrahlung der vielen Fachwerkbauten, der verwinkelten Gässchen und der malerischen Plätze im historischen Stadtkern würden die Besucher ebenso begeistern wie das Landgrafen- und das Solmser Schloss.

»Vielen Menschen hat der Hessentag imponiert, sodass sie auch in den Jahren danach zu Gast in unserer Stadt waren. Man kann sagen, dass der Hessentag viel für das Image unseres Heimatortes getan hat«, verriet Ottmar Rees von der Stadtverwaltung Butzbach, der gemeinsam mit Hansemil Bang den Gästen am Marktplatz Wetterau drei Tage lang Rede und Antwort stand. Zusammen mit dem Mitarbeiter des Kulturamts verteilte Rees fleißig Broschüren und Prospekte zur Geschichte sowie den Vereinen und Veranstaltungen des Schrenzerstädtchens und seiner 13 Stadtteile.

Deren mundartliche Eigenheiten brachte der Pohl-Gönser Werner Reusch, über die Grenzen Butzbachs hinaus als dialektischer Tausendsassa bekannt, dem Publikum auf der kleinen Bühne näher.

Interessiert zeigten sich die Gäste auch über die Geschichte der Stadt, durch die seit dem Jahr 100 nach Christus der berühmte römische Grenzwall Limes verläuft. Nachdem im Jahr 773 zum ersten Mal der Name »Botinesbach« die Runde machte, war Butzbach bis um 1550 eine aufstrebende Tuchmacher- und Handwerkerstadt, die im frühen 19. Jahrhundert wesentlich durch den Lehrer und Verfasser des »Hessischen Landboten«, Friedrich Ludwig Weidig, geprägt wurde. So ist heute auch das Gymnasium nach ihm benannt.

Für die Musik sorgten die Münsterer Buben mit einem Potpourri aus Schlagern der fünfziger bis siebziger Jahre, sowie die Musikschule Butzbach, deren Angebot von der musikalischen Früherziehung bis hin zur Kammermusik einiges zu bieten hat.

Zum Abschluss betätigte sich Bürgermeister Michael Merle als Glücksfee, indem er aus einem Lostopf die zehn Gewinner des Hessenparfüms »Inspire« ermittelte.

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