Austausch über Forschung (v. l.): Catherina Arlt, Prof. Thomas Braun, Frei Messow, Elke Sommermeyer, Dr. Matthias Heil, Jörg-Uwe Hahn und Peter Heidt.		FOTO: MPI/PV
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Austausch über Forschung (v. l.): Catherina Arlt, Prof. Thomas Braun, Frei Messow, Elke Sommermeyer, Dr. Matthias Heil, Jörg-Uwe Hahn und Peter Heidt. FOTO: MPI/PV

Fachkräfte gesucht

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Bad Nauheim (pm). Der hessische FDP-Landtagsvizepräsident Dr. h. c. Jörg-Uwe Hahn und der FDP-Bundestagsabgeordnete Peter Heidt haben das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung besucht; mit dabei waren Frei Messow (Kreisvorstand), Elke Sommermeyer (Kreistagsfraktion) und Catherina Arlt von der Bad Nauheimer FDP. Hahn: »Die Gesundheit ist das höchste Gut der Menschen. Es ist erfreulich, dass wir mit dem MPI eine Forschungseinrichtung in der Wetterau haben, die qualitativ hochwertige Forschung leistet.«

Am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung untersuchen Wissenschaftler den Aufbau von Herz, Blutgefäßen und der Lunge. Ihre Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Erkrankungen dieser Organe besser zu verstehen und Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. So erforschen die Wissenschaftler beispielsweise, wie die Zellen des Herz-, Blutgefäß- und Lungengewebes miteinander kommunizieren und welche Signalmoleküle ihre Funktion beeinflussen.

Prof. Thomas Braun, Geschäftsführender Direktor der Abteilung »Entwicklung und Umbau des Herzens« und Verwaltungsleiter Dr. Matthias Heil berichteten den Liberalen von der Erfolgsstory des Instituts: »Wir beschäftigen an unserem Standort rund 400 Mitarbeiter, etwa 200 sind direkt in der Forschung aktiv.« Das Institut existiert seit fast 90 Jahren, wurde aber 2005 mit neuem Namen und neuer wissenschaftlicher Besetzung neugegründet.

Braun hob hervor, dass das MPI in Bad Nauheim zusammen mit seinen Kooperationspartnern, den Universitäten Gießen und Frankfurt, als einziges hessisches Bewerberkonsortium bei der aktuellen Exzellenz-Förderrunde des Bundes und der Länder erfolgreich gewesen sei. Im Vordergrund der Bewerbung stand der Ansatz des Erfindens neuer Therapiemöglichkeiten zur Behandlung von Herz- und Lungenkrankheiten.

»Das MPI in Bad Nauheim muss auch künftig von der Politik unterstützt werden«, sagte Hahn. Die Liberalen gaben dem Forschungsinstitut den Hinweis, dass Baumaßnahmen, die rund um den Sprudelhof durch den Neubau der Therme mit Tiefgarage und Hotel ab Ende des Jahres entstehen, auch das Institut betreffen. Peter Heidt, der auch Stadtverordneter in Bad Nauheim ist, sicherte zu, diesbezüglich den Kontakt mit dem Bad Nauheimer Bürgermeister Kress aufzunehmen.

Viele Doktoranden aus dem Ausland

Und wie sieht’s mit dem Fachkräftemangel aus? Braun: »In der Verwaltung und in der Haustechnik wird es immer schwieriger, Mitarbeiter zu gewinnen. In der Forschung kompensieren wir den Mangel durch Doktoranden aus dem Ausland. Rund zwei Drittel der Doktoranden kommen inzwischen aus dem Ausland.«

»Fehlendes Know-how ist ein Knock-out-Faktor für jede Forschung. Ein Mangel an Fachkräften gefährdet den Aufschwung in Deutschland«, sagte Peter Heidt. Die Bundesregierung müsse den Fachkräftemangel endlich beheben. Die FDP habe im Bundestag einen Lösungsvorschlag gemacht: Ein Einwanderungsgesetz mit einem Punktesystem nach dem Vorbild erfolgreicher Einwanderungsländer.

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