Jan Weckler (l.) und Frank Dehnke (r.) überreichen die Fördergelder an Stefan John (2. v. l.) und an Jörg Theopold von den Eisenbahnfreunden Wetterau.	FOTO: SPARKASSE OBERHESSEN
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Jan Weckler (l.) und Frank Dehnke (r.) überreichen die Fördergelder an Stefan John (2. v. l.) und an Jörg Theopold von den Eisenbahnfreunden Wetterau. FOTO: SPARKASSE OBERHESSEN

50 000 Euro für »Friedrich Karl«

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Bad Nauheim (pm). Wenn sich die Eisenbahnfreunde Wetterau sonntags auf den Weg von Bad Nauheim nach Münzenberg machen, hallt das typische »Schuh, schuh« durch die Wetterau. Seit Generationen lässt der Ton der historischen Dampflok »Friedrich Karl« Kinderherzen höherschlagen. Doch seit dem Ende der Saison 2019 ist klar: Ohne Reparatur ist Schluss für die alte Lok.

Für die Instandsetzung des 1904 gebauten Gefährts schlagen nun 130 000 bis 150 000 Euro zu Buche. Mit bis zu 50 000 Euro übernimmt die Stiftung der Sparkasse Oberhessen einen stattlichen Teil der Kosten. Landrat Jan Weckler, Vorsitzender der Stiftung, und Frank Dehnke (geschäftsführendes Vorstandsmitglied) besuchten »Friedrich Karl« vor dem Restaurierungsstart.

Am Kessel, dem Fahrwerk und den Steuerungselementen hat der Zahn der Zeit genagt. »Seit den 80er Jahren fährt ›Friedrich Karl‹ schon durch die Region und ist besonders bei Familien mit Kindern beliebt. Solche besonderen Kulturgüter müssen wir erhalten. Auch das macht unsere Lebensqualität hier vor Ort aus«, sagte Weckler.

»Dem Stiftungsvorstand war schnell klar, dass die Dampflok auch weiterhin durch die Wetterau schnaufen sollte. An diesem technischen Denkmal können Kinder anschaulich lernen, wie sich die Technik verändert. Und dass erfolgreiche Konzepte - so wie die Eisenbahn - die Zeit überdauern. Das ist absolut erhaltenswert«, machte Dehnke deutlich. Außerdem lobte er das Engagement der Eisenbahnfreunde.

Stefan John, Vorsitzender der Eisenbahnfreunde Wetterau, freute sich über das Geld. »Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Stiftung der Sparkasse für die großzügige Spende. Jetzt steht der Reparatur bei den Experten nichts mehr im Wege.« Die Lok wird vorsichtig in Einzelteile zerlegt und nach Krefeld zu einer Spezialfirma gebracht. Die Fachleute werden »Friedrich Karl« historisch korrekt aufarbeiten - damit spätestens 2022 wieder ein kräftiges »Schuh, schuh« durch das Wettertal hallt.

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