Erstes Baby: Der Nachwuchs lässt sich alle Zeit der Welt

Bad Nauheim (bf). Erst hatte es Luisa eilig. Statt zum errechneten Geburtstermin am 4. Januar beorderte sie ihre überraschten Eltern schon in der Silvesternacht ins Krankenhaus. Dann ließ sie sich Zeit: 23.36 zeigte die Uhr am 1. Januar, als die junge Dame endlich das Licht der Welt - in diesem Fall das Licht des Kreißsaals - erblickte.

Das Team der Entbindungsstation des Hochwaldkrankenhauses freute sich dennoch herzlich über sein "Neujahrsbaby 2011". Am gestrigen Sonntag stattete Verwaltungsleiter Stefan Keller Luisa und ihren Eltern einen Gratulationsbesuch ab. Marina Morschel (26) aus Ober-Mörlen nahm den Blumenstrauß erfreut entgegen; für sie und ihren Mann Jens ist Luisa der erste Nachwuchs. 3350 Gramm schwer und 51 Zentimeter groß ist das Wunschkind; den Fototermin ertrug die junge Dame mit leidlicher Geduld und nur wenigen Unmutsbekundungen.

Einen Tag früher, und Luisa hätte einen anderen Titel errungen: den des 800. Babys 2010. "Das Hochwaldkrankenhaus profitiert überproportional vom Bundestrend", konstatierte Verwaltungsleiter Keller. Nachdem die (überraschende) Entwicklung des letzten Quartals 2010 die im September prognostizierte weitere Abwärtstendenz der bundesdeutschen Geburtenzahlen Lügen gestraft hatte, weist die Jahresbilanz deutschlandweit ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber 2009 auf. "Bei uns wurden sogar sieben Prozent mehr Babys geboren als im Vorjahr", betonte Keller. Allein an Weihnachten (24. bis 26. Dezember) kamen im Hochwaldkrankenhaus zwölf Kinder zur Welt.

Babyfreundliches Krankenhaus

Ebenso wie der Chefarzt der Abteilung Gynäkologie, Geburtshilfe und Senologie am GZW, Dr. Ulrich Groh, führt der Verwaltungsleiter diese Entwicklung auf zahlreiche Veränderungen in jüngster Zeit zurück. "Das Hochwaldkrankenhaus möchte sich als ›babyfreundliches Krankenhaus‹ auszeichnen lassen. Das internationale Programm wurde gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem Kinderhilfswerk Unicef gestartet. Wesentliche Faktoren sind eine intensive Zuwendung zu Mutter und Kind, die sehr individuelle Beratung und die Förderung eines sehr intensiven Hautkontakts", erläuterte Keller. Der Verwaltungsleiter dankte Chefarzt Dr. Groh und der gesamten Abteilung für ihr großes Engagement: "Das offensichtliche Vertrauen, das die werdenden Eltern der gesamten Region in Sie setzen, spricht für sich."

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