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Hermann Jung, Leiter des Bewohnerchors im Diakoniewerk Elisabethhaus, probt nach neun Monaten erstmals wieder mit den Bewohnerinnen und Bewohnern.

Erste Übungsstunde seit dem Lockdown

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Bad Nauheim (pm). Im Hof des Alten- und Pflegeheims »Diakoniewerk Elisabethhaus« hat sich kürzlich ein ungewohntes Bild gezeigt. Unter dem großen Baum zwischen Propst-Weinberger-Haus und Gesundheitsgarten saßen etwa 30 Bewohnerinnen und Bewohner gut geschützt vor den Sonnenstrahlen um ein Keyboard herum. Pflegekräfte verteilten Wasser, der ein oder andere Windhauch sorgte für wohltuende Abkühlung.

»Wie lange haben wir uns nicht mehr zur Chorprobe getroffen?«, fragte Hermann Jung, der seit acht Jahren den Bewohnerchor im Elisabethhaus leitet. Wie aus der Pistole geschossen kam die Antwort von mehreren Teilnehmenden: »Neun Monate!«

Dass nach einer so langen Zeit nicht alles glatt läuft, dürfte niemanden verwundern. Doch das Problem mit dem fehlenden Strom wurde schnell behoben, und so konnte die Chorprobe endlich starten. Traditionell präsentierte sich die Liederauswahl: Ob »Ein Jäger aus Kurpfalz«, »Rauschende Birken« oder »Wenn alle Brünnlein fließen« - man sah den Anwesenden die Freude darüber an, dass sie wieder gemeinsam proben dürfen. Auch Jung war sehr zufrieden. Hier und da korrigierte er zwar etwas oder gab den einen oder anderen Tipp in Sachen Betonung. Doch nach solch einer langen Pause sei das normal, sagte er.

»Es ist schön zu sehen, dass solch ein Angebot wieder möglich ist«, sagte Marion Gerland, Hausleiterin im Elisabethhaus, und ergänzte: »Ich freue mich schon jetzt auf die Auftritte des Bewohnerchors, wenn wir unsere Feste feiern.« Bis es so weit ist, können alle fleißig weiter proben. Denn der Bewohnerchor trifft sich ab jetzt wieder regelmäßig jeden Donnerstag.

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