Elf Vorträge, ein musikalischer Abend

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Bad Nauheim (pm). Mit der Erweiterung um drei Vorträge und einen musikalischen Abend startet das Programm des Kulturforums in die Winter-Saison 2021/2022. Die Vorträge finden donnerstags um 19.30 Uhr im Erika-Pitzer-Begegnungszentrum statt.

14. Oktober : Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung findet ab 19.30 Uhr ein musikalischer Abend statt, gestaltet von WZ-Redakteur Jürgen Wagner, der seit Jahren auftritt mit Parodien von Liedern, mit Anekdoten und »hessischem« Blues, begleitet von seiner Gitarre.

28. Oktober : Die Reihe der Vorträge beginnt mit dem Kreisarchäologen Dr. Jörg Lindenthal, der über ärchäologische Untersuchungen in der Wetterau, insbesondere aber über Funde im Baugebiet Bad Nauheim-Süd informiert.

4. November : Die Butzbacherin Dagmar Storck stellt eine hochgebildete und selbstbewusste Frau aus dem 19. Jahrhundert vor: Natalie Liebknecht, eine Nichte des Freiheitskämpfers Friedrich Ludwig Weidig und spätere Ehefrau des SPD-Mitbegründers Wilhelm Liebknecht.

18. November : Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender der NABU-Umweltwerkstatt Wetterau, stellt knorrige, uralte Bäume, geheimnisumwitterte Felsformationen sowie Alleen und Parks vor - eine handverlesene Auswahl der insgesamt 226 Naturdenkmale im Kreis.

2. Dezember : Dr. Wolfgang Brandes spricht über den Roman Heinrich Spoerls »Die Feuerzangenbowle« und vor allem über die weitgehend unbekannte Geschichte, die hinter seiner Verfilmung steckt.

16. Dezember : Zum Thema »(Anti-)Rassismus - aktuell und doch schon immer da!?« referiert der Vorsitzende des Kulturforums, Dieter Heßler. Nach der öffentlichen Tötung des unbewaffneten Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten ist die Empörung weitgehend abgeklungen. Der Vortrag soll Hilfestellung für eine eigene Beurteilung geben.

6. Januar : Dr. Mathias Eigelsheimer beschäftigt sich mit der Kultur in den USA, ihren Wurzeln und Problematiken. Vieles im kulturellen Leben in den Staaten hat seine tiefen Wurzeln im historisch gewachsenen Selbstverständnis der dortigen Bevölkerung.

20. Januar : Anlässlich des 500. Todestages von Raffael stellt der Friedberger Kunstprofessor Peter Schubert Leben und Werk dieses bedeutenden Renaissance-Künstlers vor, der in weniger als 20 Jahren ein riesiges Gesamtwerk in Malerei und Zeichnung geschaffen hat.

3. Februar : Über Augenscheinkarten als Beweismittel beim Reichskammergericht (1495 - 1806) spricht Prof. Anette Baumann aus Friedberg. Es handelt sich dabei um Darstellungen (Gemälde, Karten) von berühmten Malern, die sowohl die Handlung als auch die Dokumentation von gerichtlichen Ortsterminen zum Inhalt haben und erst vor Kurzem entdeckt wurden.

17. Februar : Der Vortrag des Berliner Physikers Prof. Dieter B. Herrmann hat den Priester und Astrophysiker Georges Lemaitre zum Thema: Wie ein Priester die Expansion des Weltalls entdeckte. Dieser leitete seine Ideen von Einsteins Relativitätstheorie her und entwickelte auch Vorstellungen über den Beginn des Universums.

10. März : Unter dem Titel »Zwischen Nähe und Fremdheit. Religiöse Entwicklungen aus der Sicht des Philosophen Jürgen Habermas« geht der langjährige Vorsitzende des Kulturforums, Günter Simon, den Beziehungen zwischen Glauben und Wissen von der Antike bis ins Mittelalter nach, wie sie der berühmteste lebende Philosoph Deutschlands im ersten Band seines Alterswerkes entwickelt hat.

17. März : Von seinen zwei Besuchen in Namibia (2018 und 2021) berichtet Armin Häfner aus Bad Nauheim im letzten Vortrag der Reihe. Das Bild vieler Städte und Landschaften dieses Teils Afrikas ist noch heute geprägt von der 30-jährigen Kolonialzeit des Deutschen Kaiserreichs. Vorgestellt werden die Entwicklungen seit der Unabhängigkeit, ohne dabei die Schönheiten des Landes auszusparen.

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