Christoph Ott (l.), Andreas Ortwein (M. hinten) und Martin Schröer (r.) vom EC treffen sich mit Vertretern der Bad Nauheimer CDU. FOTO: PM
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Christoph Ott (l.), Andreas Ortwein (M. hinten) und Martin Schröer (r.) vom EC treffen sich mit Vertretern der Bad Nauheimer CDU. FOTO: PM

Eisstadion: CDU setzt auf Tempo

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). Die CDU-Stadtverordnetenfraktion begrüßte kürzlich mit Martin Schröer (Aufsichtsratssprecher), Christoph Ott (Gesellschafter) und Andreas Ortwein (Geschäftsführer) drei Vertreter des EC Bad Nauheim in einer Fraktionssitzung. Grund des Besuchs war die Vorstellung der Machbarkeitsstudie der Firma Glöckner Ingenieure zur weiteren Entwicklung des Eissports in Bad Nauheim, unter anderem auf Basis eines Neubaus des Eisstadions im Süden der Stadt. Zudem gab es eine Erläuterung des dazu vom EC entwickelten weitergehenden Konzepts.

Zwei getrennte Eisflächen gefordert

Nach einer kurzen Einleitung durch Schröer berichtete Ortwein über die Historie des Eissports in Bad Nauheim und die aktuelle Betriebssituation im Colonel-Knight-Stadion inklusive erforderlicher Investitionen zum Aufrechterhalten des Betriebs in den nächsten Jahren. Anschließend stellte er Planungsvarianten für einen Neubau auf Grundlage der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie samt der vom EC entwickelten Anpassungen als Teil des Konzeptes Eisstadion vor. Die Machbarkeitsstudie wurde hierbei um die aktuellen Anforderungen und den zukünftigen Bedarf der Bad Nauheimer Eissportvereine ergänzt. Geforderte Rahmenbedingungen für einen zukunftssicheren Betrieb sind hierbei unter anderem die Einrichtung zweier getrennter Eisflächen (Trainingshalle, Eventhalle) für unabhängige Betriebsabläufe unter Sicherstellung der erforderlichen Eiszeiten, ein ganzjähriger Betrieb, fest etablierte Gastronomie im Gebäude, dauerhaft vermietbare Flächen für Unternehmen und Vereine sowie die Möglichkeit der Nutzung des neuen Eisstadions als Multifunktionsarena für etwa 4500 Besucher. Eine erste Projektskizze des Stadions sieht eine vertikale Schichtung der Gebäudetrakte mit Trennung der Profit-Bereiche (Profisport, Unternehmen) und Non-Profit-Bereiche (Amateursport, Vereine) vor, unter Ansiedlung der Technik und der Gastronomie in der Mitte zwischen beiden Hallen. Fazit des EC: Eine neue Arena ist ein großer Wirtschaftsfaktor für die Region, mit dem Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie oder auch Transportunternehmen enorm profitieren können. Zum Ende des Gespräches blieb ausreichend Zeit für Fragen, bevor sich die CDU-Stadtverordnetenfraktion bei den Vertretern des EC für die umfangreichen Informationen bedankte.

Enttäuscht zeige sich die CDU darüber, dass die hauptamtlichen Magistratsvertreter zu dem Konzept des EC Bad Nauheim zuvor nicht öffentlich Stellung bezogen hätten, schreibt die CDU in einer Pressemitteilung. "Ferner wurden den Stadtverordneten die zugehörigen Gutachten und Arbeitsergebnisse lange vorenthalten." Selbst die weiteren Magistratsmitglieder sowie die Fraktionsvorsitzenden seien erst in der vorvergangenen Woche informiert worden. "Dies wird von der CDU-Stadtverordnetenfraktion sehr bedauert. Eine klare Positionierung sowie eine transparente Informationspolitik seitens des Bürgermeisters und des Ersten Stadtrates würden zu einer zügigen weiteren Vorgehensweise beitragen", äußerte sich CDU-Fraktionsvorsitzender Manfred Jordis. Die CDU-Stadtverordnetenfraktion sieht nun der Einbringung der Vorlagen in die Gremien nebst der Diskussion gespannt entgegen. Jordis: "Wir behalten uns als CDU-Fraktion vor, mit weiteren Anträgen das Thema zu beschleunigen, sollte der Magistrat sich nicht zeitnah äußern beziehungsweise entsprechende Unterlagen in die Gremien einbringen."

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