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Sie jagen buchstäblich über die Bühne und feuern ihre Gags ab: »Starbugs Comedy« zeigen bei der Kleinkunstreihe ihr neues Programm »Crash Boom Bang«.

Eine Show fast ohne Worte

  • VonChristine Fauerbach
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Bad Nauheim (cf). Lachen ist gesund und die beste Medizin gegen die Mühen des Alltags. An zwei Abenden kamen Kleinkunstfreunde in den Genuss einer etwas anderen Comedy-Show. Mit dem temporeichen Programm »Crash Boom Bang« weihte das Schweizer Trio »Starbugs Comedy« den großen Konzertsaal der Trinkkuranlage ein. Im Gegensatz zu den üblichen Einweihungsfeiern kamen Fabian Berger, Martin Burtscher und Wassilis Reigel bei ihrer Comedy-Show fast ohne Worte aus.

Die brauchten sie bei ihrem witzigen Spektakel auch nicht. Mit reichlich Gestik, Mimik und Bewegung kommunizierten sie lautlos untereinander und mit dem Publikum. Laute, Geräusche und Musik wie auch Stimmen wurden aus dem Off eingespielt.

Trip in eine andere Welt

Akzente setzten sie mit Accessoires und Effekten. Da explodierten Feuerbälle auf der Bühne oder es regnete Konfetti. Das Ganze war so ungewohnt wie witzig. Mit der Show »Crash Boom Bang« strapazierten die Komödianten die Lachmuskeln ihres Publikums gehörig. Dabei kam die Show nicht nur fast ohne Worte aus, sondern auch ohne einen sichtbaren roten Faden. Dennoch bauen die Szenen aufeinander auf. Aus der gerade gespielten Szene, ergibt sich die nächste mit ganz neuem Inhalt. Szene reihte sich an Szene und jede nahm die Zuschauer mit auf einen Trip in eine andere Welt. Da wurde um die Wette gerappt bis die Hosen rutschten, gestrippt, durch den Wilden Westen geritten und geschossen, ein Flöte spielender und Pferdeäpfel verlierender Indianer gejagt, durch die Lüfte geflogen, mit Fäusten und Degen gekämpft, Selfies geschossen, eine Katze auf offener Bühne ermordet und vieles mehr. Ein Gag jagte den anderen. Dabei erzählten die drei Künstler gekonnt, schnell und dennoch präzise viele Geschichten aus dem Alltag oder persiflierten Filme, Werbung und Musik. Neben Cowboys und Indianern aus Italo-Western, gaben sich James Bond, Heidi und YMCA die Ehre in Bad Nauheims neuem Kleinkunstdomizil. Allen Szenen gemeinsam war, dass sie bei aller Tragik und jedem noch so großen Malheur mit einem Augenzwinkern endeten. Einschlafen hätte auch ohne Lachen niemand gekonnt, knallte doch gleich zu Beginn eine Alu-Leiter unüberhörbar auf dem Bühnenboden auf. Schüsse und Explosionen sorgten wie lautes Handyklingeln oder das Läuten von Kuhglocken neben bekannten Hits für erhöhte Aufmerksamkeit.

Erfrischend, verrückt und lustig

Spielerisch setzten die drei Künstler Töne, Lautmalereien und Musik in Bewegung um, begeisterten mit Pantomime; und brachten das Publikum dazu, ihre Arm-Bewegungen zum Hit »Maria Magdalena« zu spiegeln. Dabei spielte das Trio mit Klischees und allem, was sie in die Hände bekamen. Erfrischend, verrückt, lustig und im vollen Galopp jagten die Künstler durch ihre Sketche. Um gleich im nächsten Moment mit drei Gummipuppen eine gefühlvolle Tanzpause einzulegen. Allerdings sind nur zwei der Damen einsatzfähig. Die dritte Puppe lässt zur Freude des Publikums die Luft ab und es fliegen die Fetzen bis in den Zuschauerraum.

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