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Informiert sich bei GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann (r.) über den Fortschritt der Arbeiten am Krankenhausneubau in Bad Nauheim: CDU-Bundestagskandidat Armin Häuser (2. v. r.), der bei dem Besuch von Landrat Jan Weckler (2. v. l.) und dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Sebastian Wysocki, begleitet wird.

Eine logistische Herausforderung

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Bad Nauheim (pm). Die Bedeutung der Gesundheitszentrum Wetterau gGmbH (GZW) für die regionale Gesundheitsversorgung hat der heimische CDU-Bundestagskandidat Armin Häuser anlässlich eines Besuchs bei GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann unterstrichen. Themen des Besuchs, zu dem Häuser von Landrat Jan Weckler und dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Sebastian Wysocki, begleitet wurde, waren neben allgemeinen gesundheitspolitischen Fragen auch die Neubauplanung am Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim und die sich daraus für den laufenden Krankenhausbetrieb ergebenden logistischen Herausforderungen.

»Mit dem seit Jahren geplanten Neubau, der die stationäre Gesundheitsversorgung im westlichen Wetteraukreis unter einem Dach vereinen wird, entsteht am Hochwald Bad Nauheim eines der modernsten Krankenhäuser Hessens«, heißt es in einer CDU-Pressemitteilung.

Neue OP-Säle im Januar 2022 fertig

Nach dem Erteilen der Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt - die Erweiterung des Traktes für OP-Säle und Zentralsterilisation - habe man keine Zeit verloren und Mitte 2020 sofort begonnen, der Grundstein sei am 31. August gelegt worden, erläuterte Fellermann. 80 Prozent der benötigten Leistungen seien inzwischen vergeben. Einen weiteren reibungslosen Ablauf vorausgesetzt, sollen die neuen Operationssäle im Januar 2022 in Betrieb genommen werden, die neue Umbettzone neun Monate später.

Als »logistisch besonders herausfordernd« stellte Fellermann die mit dem zweiten Bauabschnitt beginnende Zeitspanne zwischen Oktober 2022 und April 2025 dar. Der im zweiten Bauabschnitt vorgesehene Abriss von Gebäudebestandteilen wie dem nordwestlichen Bettenhaus-Querbau mit der anschließenden Errichtung des F-förmigen Neubaus bedinge zahlreiche Interimslösungen. Unter anderem werde die Notaufnahme einschließlich Liegendanfahrt und Schockraum in das derzeitige Krankenhausfoyer und angrenzende Flure verlegt, der Haupteingang müsse dafür weichen und werde für zweieinhalb Jahre 50 Meter weiter nördlich über den Wirtschaftshof führen. Phasenweise müssten auch Labor und Radiologie in andere Räume umziehen. »Diese 30 Monate werden uns allen - und auch unseren Patientinnen und Patienten - sehr viel Flexibilität, Kooperationsbereitschaft und Geduld abverlangen. Am Ende werden wir hoffentlich feststellen können: Der Aufwand hat sich gelohnt!«, machte der GZW-Geschäftsführer deutlich.

Landrat Weckler lobte Fellermann für das sehr erfolgreiche Einwerben von Fördergeldern. Insgesamt umfasse der Neubaufinanzierungsplan einschließlich der vom Wetteraukreis als Hauptgesellschafter zugesagten 15 Millionen Euro derzeit 83 Millionen Euro aus unterschiedlichen Fördertöpfen.

Armin Häuser, als ehemaliger Bad Nauheimer Bürgermeister dem Hochwaldkrankenhaus besonders verbunden, zeigte sich erleichtert über die noch vor der Kommunalwahl beschlossene Neuordnung der Eigentumsverhältnisse an der GZW gGmbH. »Eine Stadt von der Größe Bad Nauheims kann die mit einem modernen Krankenhausneubau verbundenen Investitionen nicht stemmen, außerdem ist die Gesundheitsversorgung eine klassische Aufgabe der Landkreise. Trotzdem kann und muss sie auch künftig ein Mitspracherecht haben, denn ihr Selbstverständnis als Gesundheitsstadt ist untrennbar mit dem Akutkrankenhaus verbunden«, betonte Armin Häuser.

Im Anschluss an eine Diskussion über allgemeine gesundheitspolitische Themen wie Pflegenotstand, die intensiven Bemühungen des GZW um eine Erweiterung der Ausbildungskapazitäten der Theodora-Konitzky-Akademie, den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie und den Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen nahm Häuser eine Reihe von Anregungen für die Bundespolitik mit, die er an geeignete Stellen weiterleiten will.

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