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Kristina Boolkin aus Bad Nauheim hat es bei der 18. Staffel von »Deutschland sucht den Superstar« nicht in die nächste Runde geschafft. Sie überlegt aber, es im nächsten Jahr erneut zu versuchen.

„Deutschland sucht den Superstar“

„DSDS“: Bohlen & Co. urteilten hart über Bad Nauheimerin – nicht alles bei RTL zu sehen?

  • vonPetra Ihm-Fahle
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Wer bei der RTL-Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ weiterkommt, hat allen Grund zur Freude. Doch nicht immer klappt es vor der Jury - auch nicht bei Kristina Boolkin aus Bad Nauheim.

  • Auf RTL läuft aktuell eine neue Staffel der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“.
  • 2021 treten bei „DSDS“ auch Wetterauer Sängerinnen an: Eine von ihnen ist Kristina Boolkin.
  • Wie lief es für die junge Frau aus Bad Nauheim? „Es war 35 Grad heiß, ich wäre fast kollabiert“

Bad Nauheim – Als Kind dachte Kristina Boolkin noch nicht daran, eines Tages bei der RTL-Sendung »Deutschland sucht den Superstar« aufzutreten - und schon gar nicht, dort eine Gesangspanne zu erleben. »Meine Mama hat mich zum Chor geschickt, als ich in der fünften Klasse war. Die Leiterin, Frau Starke, fand, dass ich Talent habe, und hat mir später Einzelunterricht gegeben«, erzählt die Bad Nauheimerin.

Heute ist Kristina 21 Jahre alt, geboren wurde sie in Frankenberg, in Bad Nauheim wuchs sie auf. Bis zum Beginn ihrer Ausbildung zur Krankenschwester, die sie Ende vergangenen Jahres abschloss, hatte sie weitere Gesangslehrer und viele Auftritte bei Veranstaltungen.

„DSDS“ (RTL): Bad Nauheimerin war schon zweimal beim Vor-Casting für das „Supertalent“

Mit zwölf Jahren begann sie, von einem Auftritt beim »Supertalent« vor Dieter Bohlen im Fernsehen zu träumen. Zweimal nahm sie an einem Vor-Casting teil, kam aber nicht weiter. Darüber war sie damals sehr enttäuscht. »Man geht da hin mit Hoffnungen, wünscht sich weiterzukommen, und dann klappt es nicht«, blickt sie zurück. Bestärkt durch Freunde und das positive Feedback auf Videos, die sie auf Instagram hochlud, beschloss sie vor einem Jahr, es noch einmal zu probieren.

Diesmal entschied sich Kristina allerdings für die Sendung »Deutschland sucht den Superstar« (DSDS). »Im Frühjahr habe ich mich spontan beworben. Ich reichte online zwei Videos ein und bekam schon am selben Tag eine Einladung.« Pandemiebedingt lief das erste Vor-Casting über einen Livestream. »Der Juror war total begeistert und sagte mir, dass ich in einer Woche Bescheid bekomme.« Sie erhielt die Zusage.

»Beim nächsten Casting in Köln saßen fünf Juroren da. Ich hatte vorher das Gefühl, es zu schaffen. Dann aber war ich so aufgeregt, dass ich zu zweifeln begann, doch ich habe alles gegeben.« Es klappte, wie sie kurz nach dem Vorsingen erfuhr. »Dein nächstes Casting ist vor Dieter Bohlen«, sagte ihr die Jury, woraufhin Kristina vor Glück weinte.

Bad Nauheimerin erhält bei „DSDS“ vernichtende Kritik aus der Jury

Der Termin war im Sommer, Schauplatz ein Schiff in Rüdesheim am Rhein. »Wir waren sechs oder sieben Stunden auf diesem Schiff, bis alle Kandidaten dran waren.« Mit dabei waren Schwester Sofia, Freundin Alina Werre und Kristinas damaliger Partner. Alle Aktivitäten auf dem Schiff wurden gefilmt. Als es hieß »Du bist gleich dran«, wurde sie verkabelt, ging eine Treppe hoch und stand vor der Jury: Dieter Bohlen, Maite Kelly, Mike Singer und Michael Wendler, den RTL wegen umstrittener öffentlicher Äußerungen später aus der Sendung schnitt. »Es war 35 Grad heiß, ich wäre fast kollabiert«, schildert Kristina. Die Juroren unterhielten sich mit ihr, reagierten positiv auf sie.

Bevor sie mit dem Singen begann, tanzte sie vor ihnen, worauf Bohlen sagte: »Ich ahne schon Böses. Die meisten, die sich so bewegen können, können nicht singen. Du kannst beweisen, dass es nicht immer so sein muss.« Los ging’s mit dem Song »Sugar«, wobei Kristina gleich merkte, dass sie die Töne nicht traf. Die Juroren äußerten sich vernichtend: »Totalschaden«, ätzte Mike Singer. »Deine Stimme ist nicht schlecht, sondern einfach nur Schrott«, setzte Bohlen eins drauf. Kristina bat um eine zweite Chance mit »Breathe«, doch das lief noch schlechter.

Nach „DSDS“-Aus bekam Bad Nauheimerin 600 nette Nachrichten

Minutenlang habe die Jury sie scharf kritisiert, was später nicht alles gezeigt worden sei. Kristina weinte danach bitterlich; über zwei Wochen hinweg war sie nur traurig. Sie hatte Angst vor der Ausstrahlung, doch ihre schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Abgesehen von der Gesangspanne fand sie ihren Auftritt gut und konnte mit der Sache abschließen. Auf Instagram erhielt sie 600 nette Nachrichten, gewann ebenso viele Follower dazu. Die Leute hätten ihr geschrieben, wie mutig sie sie fänden und wie schade es sei, dass sie nicht weitergekommen war, sagt Kristina. »Das war anders als auf der Instagram-Seite von DSDS, wo die Kommentare sehr negativ waren.« Mittlerweile überlegt Kristina sogar, sich nächstes Jahr erneut zu bewerben. Ob die Musikbranche beruflich etwas für sie ist, weiß sie noch nicht, denn sie plant, Pflegemanagement zu studieren.

„Deutschland sucht den Superstar“: Wo ist es zu sehen?

Fans können die Sendung »Deutschland sucht den Superstar« und die aktuelle 18. Staffel nicht nur bei RTL, sondern auch auf dem teilweise gebührenpflichtigen Internet-Sender TVNOW anschauen. Dort kann man die Folgen noch nach der Erstausstrahlung sehen. Nach den ersten elf Folgen geht es bei DSDS mit dem Recall weiter, in den es nur 40 Kandidatinnen und Kandidaten geschafft haben (ab Samstag, 13. Februar). Ein Ausschnitt des Auftritts der Bad Nauheimerin Kristina Boolkin ist zudem auf der Facebook- und der Instagram-Seite von »Deutschland sucht den Superstar« zu finden. Besser lief es bei „DSDS“ übrigens für die Wölfersheimerin Anastasija Cibulnik, die für einen Gänsehautmoment sorgte.

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