Vor dem Kneipp-Denkmal freuen sich über die Festschrift (v. l.) Jörg und Stephanie Amend, Christine Koob, Lutz Ehnert und seine Ehefrau Bärbel.	FOTOS: HARALD SCHUCHARDT
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Vor dem Kneipp-Denkmal freuen sich über die Festschrift (v. l.) Jörg und Stephanie Amend, Christine Koob, Lutz Ehnert und seine Ehefrau Bärbel. FOTOS: HARALD SCHUCHARDT

Drei Vorsitzende in 50 Jahren

  • vonHarald Schuchardt
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Bad Nauheim (har). Mit einer akademischen Feier in Bad Salzhausen und der Beteiligung am 13. Bad Nauheimer Gesundheitstag unter dem Motto »Happy Birthday Kneipp-Verein« wollte der Kneipp-Verein Bad Nauheim/Friedberg/Bad Salzhausen in den vergangenen Wochen sein 50-jähriges Bestehen feiern. Doch die Corona-Pandemie durchkreuzte die Pläne. Ein Projekt konnte aber umgesetzt werden: Die Vorstandsmitglieder Stephanie und Jörg Amend sowie Christine Koob haben eine 62-seitige Festschrift erstellt, die am Freitagnachmittag vom Vorsitzenden Dr. Lutz Ehnert und den drei Festschrift-Machern vorgestellt wurde.

Treffpunkt war zunächst die Geschäftsstelle des Vereins im Badehaus 6 des Sprudelhofs. Anschließend ging es zum nahen Kneipp-Denkmal am Sebastian-Kneipp-Weg. Bepflanzt ist das Areal mit der in Steinfurth gezüchteten Sebastian-Kneipp-Rose. »Ich freue mich sehr, dass in der Festschrift unsere Aktivitäten von der Gründung bis heute aufgearbeitet und entsprechend gewürdigt werden«, sagte der Vorsitzende und dankte den drei Engagierten, die die Festschrift kreiert hatten. Diese wird in Kürze an alle Mitglieder verteilt und kann von Nichtmitgliedern in der Geschäftsstelle abgeholt oder bestellt werden. Besonders erfreut zeigte sich Ehnert, dass Kai Klose, Hessischer Sozialminister, die Schirmherrschaft für das Jubiläum übernommen hat. »Die Kneipp-Bewegung leistet im besten Sinne einen wichtigen Beitrag zur Prävention und zur Gesundheitsförderung«, schreibt Klose in seinem Grußwort. Weitere Grußworte stammen unter anderem von Landrat Jan Weckler und den drei Bürgermeistern Klaus Kreß (Bad Nauheim); Dirk Antkowiak (Friedberg) und Hans-Peter Seum (Nidda).

Einer der Gründer lebt noch

Anhand vieler Artikel aus der Wetterauer Zeitung wird die Geschichte des Vereins dargestellt, ergänzt durch Fotografien und kurze Erläuterungen der Festschrift-Redaktion. Gegründet wurde der Verein am 12. Mai 1970 im »Pfälzer Hof«. Erster Vorsitzender war Oberstudiendirektor Friedrich Euler, das einzige heute noch lebende Gründungsmitglied. »Er erfreut sich guter Gesundheit«, berichtete Christine Koob. »Wir werden Euler zum Kneipp-Seminar am 24. September einladen«, ergänzte Ehnert. 1972 übernahm Dr. Oscar Hammer den Vorsitz, Geschäftsführerin wurde Erna Robitzsch. Beide bekleideten ihre Posten 28 Jahre lang. Im Jahre 2000 übernahm Lutz Ehnert den Vorsitz. So kann dieser im Jubiläumsjahr ebenfalls ein kleines Jubiläum als Vorsitzender feiern.

Informiert wird in der Festschrift auch über die zahlreichen Angebote des Vereins, die es oft schon seit Jahren gibt. So wurde bereits 2003 die erste Koronasportgruppe initiiert, sieben Jahre später folgte der Startschuss für die Reha-Kurse für Gefäßsport und Endprothesen-Träger.

Besondere Ereignisse für den Verein waren die Einweihung des Sebastian-Kneipp-Weges im Jahre 2009 und ein Jahr später die Einweihung der Kneipp-Büste zum 40-jährigen Bestehen. Im gleichen Jahr wurde Bad Nauheim - als zweites Heilbad überhaupt - zum Kneippkurort ernannt.

Seit 2013 werden alljährlich Kneipp-Seminare mit Teilnehmern aus ganz Hessen und darüber hinaus veranstaltet. Vor vier Jahren wurde das 1000. Mitglied begrüßt, und Ehnert und Dagmar Henrici wurden Mitglieder im Landesvorstand. 2017 kam das Heilbad Bad Salzhausen als Kooperationspartner zum Kneippverein, der seinen Vereinsnamen um den Zusatz »Bad Salzhausen« erweiterte. Im gleichen Jahr wurde die Geschäftsstelle im Badehaus 6 des Sprudelhofs eröffnet.

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