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Doppeltes EC-Pech: Niederlage folgt Einbruch

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Bad Nauheim (bk). Wahrlich nicht vom Glück verfolgt war der EC Bad Nauheim am Montag: Zunächst ging das Spitzenspiel gegen Duisburg in letzter Minute mit 3:4 verloren, wenige Stunden später leerten Einbrecher den Tresor, in dem die Tageseinnahmen deponiert waren.

»Die Täter haben sich offensichtlich gut ausgekannt, es könnte sich um Insider handeln«, sagte Polizeisprecher Jörg Reinemer auf WZ-Anfrage. Die unerwünschten Besucher des Eisstadions kamen relativ problemlos an das Geld. Laut Reinemer lag der Schlüssel für den großen Tresor, in dem sich ein fünfstelliger Betrag befand, in einem kleinen Safe. Dieses Behältnis, in dem auch Wechselgeld aufbewahrt wird, war in einen Schrank des EC-Büros eingebaut. Entweder brachen die Täter den Safe an Ort und Stelle auf, fanden den Schlüssel, öffneten den Tresor und nahmen die Tageseinnahmen mit. Gegen diese Version spricht, dass der kleine Safe verschwunden ist. Wahrscheinlicher ist Möglichkeit zwei: Die Einbrecher nahmen den Safe mit, öffneten ihn im Umfeld des Eisstadions und waren kaltschäuzig genug, mit dem Tresorschlüssel noch einmal ins Stadion zurückzukehren. Am Morgen steckte der Schlüssel im Schloss, der Tresor stand offen.

»Gegen 2.40 Uhr haben die letzten Verantwortlichen des Vereins das Stadion verlassen, am Dienstag um 6 Uhr hat ein Mitarbeiter der Putzkolonne den Einbruch entdeckt«, lässt sich der Tatzeitraum nach Aussage des Polizeisprechers genau eingrenzen. Möglicherweise hatten die Täter im Umkreis der Sportstätte gewartet, bis das Gebäude verlassen war. Zunächst wurde die Eingangstür aufgebrochen, anschließend gingen die Täter offenbar zielstrebig zum Verwaltungstrakt, um die Bürotür gewaltsam zu öffnen. Der dunkelgraue Würfeltresor der Marke Secu ist etwa 30 mal 40 Zentimeter groß und inklusive Inhalt annähernd 100 Kilogramm schwer. Die Einbrecher hebelten den Safe aus dem Büroschrank.

Zum Spitzenspiel der Eishockey-Oberliga West waren am Montagabend rund 1000 Zuschauer erschienen. Addiert man Eintrittsgeld und Gastronomieeinnahmen, kommt man auf etliche tausend Euro. Wie hoch die Beute genau war, stand dem Polizeisprecher zufolge gestern nicht fest.

500 Euro Belohnung

Ob Spuren - beispielsweise Fingerabdrücke - sichergestellt wurden, war nicht zu erfahren. Reinemer: »Die Vorgehensweise und die genauen Ortskenntnisse, über die die Einbrecher verfügen, schränkt den Täterkreis vielleicht ein.« Die Ermittler (Telefon 0 60 31/6010) hoffen auf Zeugen, die nach Spielschluss Personen beobachtet haben, die sich verdächtig verhielten. Der EC hat nach Angaben von Alleingesellschafter Wolfgang Kurz für sachdienliche Hinweise eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt.

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