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Carmela und Alexander Schmidt aus Mühlacker schwingen das Tanzbein - und Elvis schaut im Hintergrund lächelnd von der Leinwand zu.

European Elvis Festival

Die Sonne lacht für Elvis und für seine Fans

  • VonPetra Ihm-Fahle
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Als großer Erfolg erwies sich das 19. European Elvis Festival, das in Bad Nauheim über die Bühne ging. Eng verzahnt mit Friedberg genossen Fans und Künstler ein ansprechendes Event.

In Jeans und T-Shirt sitzt Mario Müller aus Witten vor einer Eisdiele. »Ich bin da, um heute Abend auf der Bühne zu stehen«, erzählt er. Als Aron King nimmt der 34-Jährige an einer Show in der »Scheune« teil. »Vor vielen Jahren war ich schon einmal in Bad Nauheim, allerdings nur als Gast«, erzählt er.

Die Geschäfte haben sich auf das Thema Elvis eingerichtet. Henry Christopher Alt in der »Strese 4« etwa bietet das Parfum »Brut« an. »Es ist verbürgt, dass Elvis das genommen hat«, schildert Alt.

Alles unter freiem Himmel

Das 19. European Elvis Festival organisieren erneut Stadt und Elvis-Presley-Gesellschaft Bonn (EPG). Alle Veranstaltungen haben unter freiem Himmel stattgefunden, erfreulicherweise bei Top-Wetter. Es gibt strikte Ein- und Ausgangsregelungen.

Im Platanenhof des Dolce und in der Trinkkuranlage stellen Händler und Vereine ihre Angebote aus. Nicht nur Nadine Schmitz von »Miranda’s Choice«, die Hüte offeriert, stellt allerdings fest: Die Stände werden im Freien weniger gut angenommen. Früher standen die Aussteller im Dolce, wegen der Pandemie geht es nicht anders.

Zur »soften Eröffnung« des Festivals flimmert freitagnachmittags der Dokumentarfilm »This is Elvis« über die LED-Leinwand. Ort ist die Trinkkuranlage. Abends steht dort eine Tanzparty mit »Elvis’56« aus Krakau auf dem Programm. Die Stühle sind weitgehend besetzt, es wird aber auch viel getanzt. »Wir lieben es, für Menschen zu spielen, die diese Musik verstehen und fühlen«, sagt Bassist Marek Piotrowicz. Fan Tanja Waier fühlt sich wohl: »Wir haben sehr viele gute Freunde hier, und es werden jedes Jahr mehr.«

Abends in der »Scheune« hat Mario Müller alias Aron King nun ein Elvis-Outfit an. Auf der Bühne wechselt er sich mit den Interpreten D. W. King, Shaky Everett und Ares Best ab. »Die Leute sind gut drauf. Es läuft. Ich bin guter Dinge«, freut sich Aron. Seit 17 Jahren ist er Elvis-Interpret, fing mit 16 an. »Ich versuche nicht so zu tun, zu sein wie Elvis. Das kann keiner, es gibt nur einen Elvis.« Aber er versuche, dessen Musik an die Menschen weiterzugeben.

Überall in der Stadt sind am Wochenende Elvis-Songs zu hören. Samstagsvormittags im Dichterviertel etwa. Auf dem Balkon des Hotel Spöttel ist ein Balkonkonzert terminiert, gerade rockt Christian Gutsch für die zahlreichen Zuschauer, die auf der Straße stehen. »Es ist einfach schön«, strahlt Inhaberin Edith Siegesmund. »Es treten zahlreiche Künstler auf, die bei uns wohnen oder vorbeikommen.«

Fans in stilechter Garderobe

Nachmittags ist eine Oldtimer-Parade von Bad Nauheim nach Friedberg angesagt. Zwei Harley Davidsons bilden die Vorhut, gelenkt von Sven Hilpert und Lars Clamor aus Bad Oeynhausen. In einem Cadillac sitzen die Bürgermeister Klaus Kreß (Bad Nauheim) und Dirk Antkowiak (Friedberg) in charmanter Begleitung. Wer als Besucher zwischen den Städten hin- und herpendeln will, kann einen kostenlosen halbstündigen Bus-Shuttle-Service nutzen.

Ob Führung oder Music-Contest - die Fans finden viele Angebote vor. Viele tragen stilechte Garderobe. Elke Schmidt-Keppeler aus Köln kauft sich gerade ein Kleid. »Ich komme mit meinem Mann seit 2015 regelmäßig nach Bad Nauheim und Friedberg zum Festival«, erzählt sie. Maßschneiderin Carmen Beierwaller berät sie an ihrem Stand »Pin Up!«

Zu den musikalischen Höhepunkten gehört Jim Brown, der mit seiner Band die Inhalte von Elvis’ Studioaktivitäten aus 1969 präsentiert. Die Trinkkuranlage ist voll besetzt. »Fantastisch, dass ihr alle hier seid«, ruft EPG-Vorsitzende Maria Hesterberg den Fans zu.

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