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Jim Brown

Der »King« der Trinkkuranlage

  • VonChristine Fauerbach
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Bad Nauheim (cf). In einen Hotspot für Rock’n Roll-, 50er-Jahre-und Elvis Presley-Fans hatte sich die Kurstadt während des »19th European Elvis Festival« zu Ehren von Elvis Presley erneut verwandelt. Der King of Rock’n’Roll hatte als Soldat eineinhalb Jahre lang in Bad Nauheim gewohnt, was die Bürger nun gemeinsam mit Elvis-Fans aus aller Welt feierten.

Die Musik des Weltstars ist Herzschlag und Lebensader des Festivals. Überall in der Stadt werden die Lieder des Stars aus Memphis gespielt, interpretiert oder lautstark mitgesungen. Jedes Jahr zollen zahlreiche Künstler und Bands ihrem Idol Tribut, dessen lebensgroße Bronzestatue jetzt lässig am Geländer der Usa-Brücke im Kurpark lehnt. Zu den Interpreten am Wochenende gehörten ein Sänger mit Charisma in der Stimme und eine erst in diesem Jahr von Roman Leon Weiß eigens für das Festival zusammengestellte Band.

Pianist und Bandleader Roman Leon Weiss kommt aus Passau, Schlagzeuger Hermann Aigner, Bassist Christopher Schlager, Gitarrist Johanes Grill sowie die Begleitsängerinnen Caroline Zins und Lena Weiss stammen aus Österreich. Sie alle holten gemeinsam mit dem als »The King« gefeierten Leadsänger Jim Brown aus Belfast den Spirit von Elvis in die Kurstadt - der Funke sprang bereits nach den ersten Tönen auf das Publikum über.

Am Samstagabend heizten Sänger und Musiker den Fans in der ausverkauften Trinkkuranlage mit der »American Sound Show« ein. Gekonnt ließen der bekannte Elvis-Interpret und die gestandenen Musiker und Sängerinnen das Feeling der legendären Sessions von 1969 wiederaufleben.

Zum abwechslungsreichen Repertoire gehörten neben Hits wie »I Can’t Stop Loving You«, »In The Ghetto«, »Suspicious Minds« und »Without Love« bewusst auch Elvis-Songs, »die nicht so oft auf der Bühne gespielt werden, aber die Elvis-Fans begeistern, weil sie so selten zu hören sind«, informierte Bandleader Weiss. Zu ihnen gehörten »Stranger In My Own Hometown«, »Don’t Cry Daddy«, »Rubberneckin«, »Kentucky Rain« oder »I’m Movin’ On«.

Kontrastprogramm war am Sonntagmorgen bei der Gospel-Show »Stand by me« angesagt. Da verzauberten Jim Brown und die Band von Weiss die vor der heißen Augustsonne in den Schatten der Bäume geflüchteten Zuhörer mit Elvis-Gospel. Gekonnt entführten die Profis ihr Publikum aus der Wetterauer Trinkkuranlage in eine Kirche nach Memphis in Tennessee.

Open-Air-Konzerte

Jim Brown stimmte 19 teils ruhige, teils schwungvolle Gospels an, darunter »Just A little Talk With Jesus«, »Joshua Fit The Battle«, »Run On« oder »Stand by me«. Die Botschaften des Open-Air-Gottesdienstes mit Musik und Gesang erreichten die Zuhörer schnell. Einige summten die Melodien, andere sangen die Texte wie bei »Put Your Hand in the Hand«, »You’ll Never Walk Alone«, »Crying In The Chapel« mit.

Eine Frau, die beide Konzerte besucht hatte, schwärmte: »Diese Konzerte sind zwei echte Highlights. Da stimmt einfach alles.« Von der professionellen Zusammenarbeit mit der Band war Brown, der wegen des Timbre seiner Stimme, seines Auftretens und den Interpretationen ebenfalls den Beinamen »The King« trägt, genauso begeistert wie das Publikum. FOTO: FAUERBACH

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