1. Wetterauer Zeitung
  2. Wetterau
  3. Bad Nauheim

Der Altar vor dem Mähdrescher

Erstellt:

Von: red Redaktion

Kommentare

agl_Ernte_Schwalheim_071_4c
Die Maschinenhalle auf dem Katharinenhof der Familie Jehner in Schwalheim bildet den passenden Rahmen für den Erntedank-Gottesdienst. © pv

Bad Nauheim-Schwalheim (pm). Der Ort war ungewöhnlich, aber mit Bedacht gewählt: Gottesdienst in einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle. Das Fest zum Erntedank bot für die Kirchengemeinden der Kernstadt und von Schwalheim-Rödgen den Anlass, einmal dorthin zu gehen, wo geerntet wird. So versammelten sich auf dem Katharinenhof der Familie Jehner in Schwalheim gut 120 Besucher, um Danke zu sagen für das, was in diesem Jahr von Äckern, Gärten und Wiesen geerntet wurde.

Der mit Früchten bedeckte Altar stand vor einem riesigen Mähdrescher, an dessen Führerhaus das Parament, die Altardecke, in den entsprechenden Farben des Kirchenjahres angebracht war. Darüber schwebte die riesige Erntekrone, die am Wochenende zuvor in fröhlicher Runde angefertigt worden war.

»Trotz einer außergewöhnlichen Dürre dürfen wir Dank sagen für eine gute Ernte und dafür, dass uns Naturkatastrophen nicht heimgesucht haben«, sagte einleitend Pfarrerin Anne Wirth. In der Predigt wies Pfarrerin Meike Naumann darauf hin, dass sich Erntedankbarkeit auch auf alles beziehen dürfe, was man im Jahr hinzugewonnen habe, und wie bei der Getreideernte der Landwirte müsse dabei entsprechend des Bibelworts die Spreu vom Weizen getrennt werden. Es gelte dabei abzuwägen und sich Klarheit darüber zu verschaffen, was Gewicht habe im Leben und was wie die Spreu vom Wind verweht werde. Die Besucher nahmen dazu im Gottesdienst Kornähren zur Hand, um diesen Vorgang daran nachzuvollziehen.

Ganz im Zeichen des Erntedanks stand auch der Ausklang des Gottesdienstes mit viel Spaß für die Kinder und bei Kaffee und Kuchen mit frischen Früchten, gebacken vom Landfrauenverein.

Auch interessant

Kommentare