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Die 17-jährige Christine kann dank der OP wieder klar sehen.

Dank Spenden 1354 Operationen am Grauen Star

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Bad Nauheim (pm). Wenn ein Mensch nach langer Zeit plötzlich wieder sehen kann, ist das wie ein Wunder. Solche Wunder haben die Bürger von Bad Nauheim nach Angaben der Christoffel-Blindenmission (CBM) im vergangenen Jahr 1354-mal bewirkt. Insgesamt 40 638 Euro wurden 2020 aus der Kurstadt an die CBM gespendet. Mit diesem Geld konnte die Hilfsorganisation 1354 Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika helfen und sie am Grauen Star operieren.

Der Eingriff koste in den Projekten der CBM durchschnittlich 30 Euro, bei Kindern wegen der Vollnarkose 125 Euro. Das seien Beträge, die sich viele der Betroffenen in Entwicklungsländern nicht leisten können.

Weltweit sind laut CBM 17,1 Millionen Menschen durch Grauen Star erblindet, einer Trübung der Augenlinse. Um diese Trübung zu beseitigen, brauche es nur rund 15 Minuten. Neben den Ärzten hätten dazu auch die 307 Spender aus Bad Nauheim einen wichtigen Beitrag geleistet.

Jeden Tag für ein Wunder gebetet

Ein Beispiel ist die 17-jährige Christine aus Kamerun. »Sie betete jeden Tag für ein Wunder. Die junge Frau konnte seit ihrer Geburt nicht gut sehen. Ihre Mutter Ngono ging schon früh mit ihr zum Arzt. Dort wurde festgestellt, dass Christine Grauen Star hatte«, heißt es in einer Mitteilung der Blindenmission,

Die Ärzte hätten nur Augentropfen verschrieben. »Egal wie stark ich blinzelte oder wie weit ich mein Auge geöffnet habe, meine Sicht war verschwommen«, berichtete die junge Frau.

Ngono suchte mit ihrer Tochter weitere Ärzte auf. Wieder Augentropfen, Kontaktlinsen oder Brillen. »Irgendwann haben wir fast alle acht Monate die Linsen gewechselt«, erzählt die Mutter, ein Großteil des Familieneinkommens sei dafür draufgegangen. Besser sehen konnte Christine trotzdem nicht. Die junge Frau ging zwar zur Schule, die Noten wurden wie ihr Sehvermögen jedoch jedes Jahr schlechter - und Christine immer abhängiger von anderen. Sie brauchte Hilfe von Fremden beim Überqueren der Straße, die Mitschriften ihrer Klassenkameraden zum Lernen und ihre Familie, um den Alltag zu bewältigen.

Dann geschah das »Wunder«: Ein von der CBM gefördertes Ärzteteam war in ihrer Region und klärte sie und ihre Mutter auf, dass ein chirurgischer Eingriff Christines Erblindung aufhalten, ja sogar heilen könne. Die 17-Jährige wurden laut CBM im Krankhaus operiert und konnte nach dem Eingriff klar sehen, der Schleier vor ihren Augen ist weg. Die junge Frau hat bereits einen neuen Traum: Sie will viel lernen, um Augenärztin zu werden und anderen Menschen helfen zu können.

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