In vielen Läden darf aktuell nur noch mit Einkaufswagen eingekauft werden.
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In vielen Läden darf aktuell nur noch mit Einkaufswagen eingekauft werden.

Schutz vor Infektion

Wetterauer bringt Virenschutz für Einkaufswagen auf den Markt

  • Jürgen Wagner
    vonJürgen Wagner
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Kaum ist die Idee des Nieder-Mörler Tüftlers Lutz Krüger vom Klopapierrollen-Schutz viral gegangen, ist das Produkt auch schon auf dem Markt. Eine kurze Geschichte über eine schnelle Entwicklung.

Türen öffnen, ohne die Klinke anzufassen: Wie das in Zeiten der Corona-Krise funktioniert, hat der Nieder-Mörler Architekt und Tüftler Lutz Krüger gezeigt; sein auf Facebook veröffentlichtes Erklär-Video ging viral durch die Decke. Jetzt gibt es Krügers Erfindung über den Onlineversand zu kaufen.

Natürlich wird nicht das Original verkauft, das aus einer echten Klorolle mit einigen Restblättern besteht, die man an einer Schnur um den Hals trägt. Diese Idee kann jeder selbst zu Hause nachbauen.

Verkauft wird die Fortentwicklung des Klorollen-Türöffners, die aus einem Isolierschlauch hergestellt wird. Im Onlinekaufhaus Amazon kostet der Virenschutz für Einkaufswagen von der Firma Dekostore 7,99 Euro.

Corona: Virenschutz für Einkaufswagen auf dem Markt

Nachdem die WZ und der Radiosender HR 4 über Krügers Tüftelei berichtet hatten, zählte sein Video nach nur vier Tagen 12 000 Aufrufe. Krüger kam in Kontakt mit einem Vertriebler für Rohrisolierungen, der »seit rund 30 Jahren im Geschäft ist« und sich der Sache annahm.

Corona-Schutz für Einkaufswagen und Türklinken: Lutz Krügers Erfindung gibt es bei Amazon zu kaufen.

Für beide Geschäftspartner stand schnell fest: In fünf oder sechs Wochen ist das Thema tot. Das bedeutet: Produzieren und verkaufen, und zwar sofort. »Wir verdienen am Leid der Menschen aber kein Geld«, sagt Krüger. Die Idee sei es von Anfang an gewesen, anderen Menschen in einer schwierigen Situation einen Tipp zu geben, wie man sich vor Viren schützen kann. Mit dem Preis decke man die Produktion und den Vertrieb, sagt Krüger.

»Von der Idee zum fertigen Produkt - diesen Werdegang zu erleben, wie das in sehr kurzer Zeit funktioniert, das war schon sehr interessant.« Und Videos, die ein paar tausend Klicks und Kommentare bekommen, seien ja eher die Influencer gewohnt. »Das war eine spannende Erfahrung.«

Corona: An der nächsten Idee wird getüftelt

Krüger ist gespannt, was den Menschen in dieser besonderen Situation noch einfällt. »Viele sind sehr kreativ.« Was auch für Krüger selbst gilt. »Ich überlege, mich bei der Größe der Rolle zu steigern. Ich nehme jetzt Küchenrollen, hab’ schon eine Idee, was ich damit anfange.« Wer neugierig ist, sollte in den nächsten Tagen die Facebook-Seite von Lutz Krüger aufrufen.

Auch zwei Butzbacher haben sich eine clevere Idee einfallen lassen. Anderthalb Meter soll man Abstand halten, um sich und andere vor dem Coronavirus möglichst zu schützen. Die zwei Butzbacher haben Produkte entwickelt, dank derer man das nie vergisst.

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