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Wahlkampfeinsatz für Fitnessstudios: (von links) Markus Theis (UWG Bad Nauheim), Cenk Gönül (Direktkandidat Freie Wähler Wetterau), Sinan Sancar (San Fit) und Markus Bäckel (Freie Wähler im Kreistag).

Corona beutelt Fitnessbranche

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Bad Nauheim (pm). Bei einem Ortstermin in Bad Nauheim hat sich Cenk Gönül, Direktkandidat der Freien Wähler für den Bundestag, über die Probleme von Fitnessstudios in Zeiten der Pandemie informiert.

Sinan Sancar, Inhaber von drei Fitnessstudios in Bad Nauheim, Friedberg und Wöllstadt berichtete, wie hart die beiden Lockdowns in diesem und im vergangenen Jahr die komplette Branche getroffen hätten. Und das, obwohl Premium-Studios wie die von Sancar keine reinen Kraftsportstudios seien, sondern ein großer Teil der Mitglieder aus gesundheitlichen Aspekten trainiere. Doch diese Konzentration auf den Reha-Sport habe nicht ausgereicht, um die Studios als systemrelevant einzustufen und somit unter strengen Hygienevorgaben weiterhin offenzuhalten.

»Viele Kunden, wie zum Beispiel Krebspatienten, sind auf gesundheitsfördernde Therapien dringend angewiesen und leiden noch heute unter den Folgen«, sagte Gönül. Darüber hinaus verzeichneten viele der deutschlandweit über 10 000 Betriebe aktuell eine überdurchschnittlich hohe Fluktuation der Mitglieder. Angesichts steigender Infektionszahlen gehe die Angst vor einer erneuten Schließung um, die die Branche schwer belasten würde. Viele kämpften um nicht weniger als die wirtschaftliche Existenz.

Ausgefeilte und genehmigte Hygienekonzepte seien da. Umso wichtiger ist für Sancar die Einstufung als systemrelevante Gesundheitsbetriebe, um auch bei einem neuen Lockdown Patienten dauerhaft betreuen zu können. Ein Ansinnen, das Gönül nachdrücklich unterstützt.

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