Den Insekten zuliebe

BUND rät dazu, möglichst selten Rasen zu mähen

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Bad Nauheim/Friedberg (pm). Seit einigen Jahren ist das Insektensterben in aller Munde. »Der dramatische Niedergang der biologischen Vielfalt ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit«, schreibt der BUND Bad Nauheim/Friedberg dazu in einer Pressemitteilung. Oft seien es schon kleine Maßnahmen, mit denen viel für die Natur erreicht werden könne. So könnten gemähte Grünflächen und Rasen von hoher Bedeutung für die Natur sein, wenn sich nicht zu oft gemäht würden. »Das Motto lautet: Weniger mähen, mehr Leben! Zudem sollte auf Düngung verzichtet werden.«

An einer gepflegten Optik müsse es nicht mangeln. Die Alternative zu den »toten« Vielschurrasen seien die Blumenrasen, die etwa fünfmal im Jahr gemäht würden. »Gerade im Frühjahr sind Rasenflächen durch eine Vielzahl von Frühblühern eine Augenweide, bevor das Gras höher gewachsen ist«, schreibt der BUND. »Die Blüten werden intensiv von Insekten, insbesondere erdnistenden Wildbienen, als Nahrung genutzt«

Wenn man mit dem ersten Rasen-Schnitt bis Mitte, besser Ende April warte, könnten diese Arten genügend Kraft für eine Blüte im nächsten Jahr sammeln. Sie vermehrten sich sogar und würden jedes Jahr mehr. Durch das Setzen von Zwiebeln und Nachsaat mit Kräutern, wie zum Beispiel Schlüsselblumen, könne man artenarme Grünflächen gezielt anreichern.

»Leider werden auch die öffentlichen Grünflächen oftmals viel zu früh und zu oft gemäht. So hat die Stadt Friedberg bereits am 23. März mit der Mahd vieler Grünflächen begonnen, obwohl der Aufwuchs noch sehr gering war. Insbesondere die Frühblüher hat es aber besonders hart getroffen. Den Spaziergängern wurde zudem die Freude an den verschiedenen Blumen genommen.« Bei einem Pflege-Intervall von 14 Tagen würden Blüh-Aspekte verhindert. Jeder Mahdvorgang stelle zudem eine direkte Gefahr für Wildbienen dar, die durch die rotierenden Messer getötet würden.

Weitere Infos gibt es unter http://www.bund-fb.de/themen_projekte/stadtgruen/.

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