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Früher gab es nur Scheinwerfer an den Seiten links und rechts von der Bühne, jetzt geht die Beleuchtung dank der in der Mauer verankerten Traverse sechs Meter in den Saal hinaus und erlaubt eine optimale Ausleuchtung der Bühne.

Bühne umfassend beleuchtbar

  • VonChristine Fauerbach
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Bad Nauheim (cf). Der große Konzertsaal in der Trinkkuranlage erstrahlt im neuen Glanz. Schwungvoll eröffnet wurde die neue Interimsspielstätte des Theaters Alte Feuerwache (TAF) vom Schweizer Künstlertrio »Starbugs Comedy« im Rahmen der Kleinkunst-Reihe. Die Investition in Technik und Ausstattung des großen Konzertsaals im unter Denkmalschutz stehenden Jugendstil-Kleinod hat sich, wie bei der Comedy-Show zu sehen war, gelohnt.

»Die Planungsarbeiten für das Gesamtensemble laufen seit Anfang des Jahres. Das Gesamtbudget für die neue Interimsspielstätte liegt bei rund 450 000 Euro«, informiert Björn Kral vom Fachdienst Kultur und Sport der Stadt. »Ein guter Teil der Summe, fast 200 000 Euro, wurde bereits im ersten Bauabschnitt, dem großen Konzertsaal, investiert. Unter anderem in die neue technische Ausstattung und die Ertüchtigung der elektrischen Infrastruktur. Dazu gehörte die Verlegung von Glasfaserkabeln, da die Technik heute über Netz und Funksteuerung läuft«, fügt der städtische Event- und Kulturmarketingspezialist hinzu. »Die Technik der Hubboden-Bühne war und ist okay, aber es gab keinen Umbau, keine Podeste und keine Vorhänge rund um die Bühne. Vor allem gab es Scheinwerfer nur links und rechts an den Seiten«, informiert Gunnar Bolsinger, 1. Vorsitzender des Theaters Alte Feuerwache (TAF). Jetzt geht die Beleuchtung sechs Meter über die Bühne hinaus und erlaubt eine optimale Ausleuchtung der Spielfläche. Die neue Lichttechnik ist ideal um auf der Bühne unterschiedliche Stimmungen zu erzeugen. Ermöglicht wurde dies durch den mit dem Denkmalschutz abgestimmten Einbau von Alu-Traversen. Die starken Fachwerkträger zum Tragen der Veranstaltungstechnik wurden in der Mauer verankert, wodurch die Nutzung der Saalfläche etwa bei Tanzveranstaltungen nicht wie durch Träger oder Podeste beeinträchtigt wird.

Der zweite Bauabschnitt betrifft den benachbarten Bankettsaal. Er soll Ende des Jahres komplett mit Spiel- und Tontechnik ausgerüstet und nutzbar sein.

Im großen Konzertsaal haben bis zu 100 Personen Platz, im benachbarten Bankettsaal 30 Besucher, im kleinen Konzertsaal hinter der Muschel 70 Personen und im Freien bei Open-Air-Veranstaltungen sogar 3200 Besucher. Somit bietet das von 1910 bis 1912 von Architekt Wilhelm Jost erbaute Ensemble allen Kulturschaffenden und Vereinen viele Möglichkeiten.

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