Schüler der E-Phase montieren mithilfe von "Smart Glasses" kleine Motoren. 	FOTO: PV
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Schüler der E-Phase montieren mithilfe von »Smart Glasses« kleine Motoren. FOTO: PV

Ein Blick in die Zukunft

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Bad Nauheim (pm). Anlässlich der Berufs- und Studienorientierung gelang es der Ernst-Ludwig-Schule, den sogenannten Touch Tomorrow Truck der Dr.-Hans-Riegel-Stiftung nach Bad Nauheim zu holen. Schüler der E-Phase hatten dadurch die Gelegenheit, in die Welt von Morgen zu schnuppern.

Als MINT-EC-Schule mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt hat die ELS ein großes Interesse daran, dass ihre Schüler auch einen Einblick in moderne Berufsfelder aus diesem Bereich erhalten.

Die Jugendlichen konnten die verschiedenen Stationen im Truck besuchen, und sie waren sehr überrascht, welche Entwicklungen in der Technologie gerade aktuell verfolgt werden und welche naturwissenschaftlichen Berufe dahinterstecken.

Nachrichten »denken«

So haben sich die ELS-Schüler an einer Station darüber informiert, wie weit man auf dem Gebiet der Gedankensteuerung vorangeschritten ist. Durch die Forschung in diesem Bereich erhoffe man sich, behinderten Personen wie querschnittsgelähmten Menschen wieder das Gehen zu ermöglichen, da mithilfe von gemessenen Hirnströmen Prothesen gesteuert werden sollen, die dann die Fortbewegung übernehmen.

Aber auch in der modernen Kommunikation wären Anwendungen möglich, wenn man nur noch die Nachrichten »denken« muss, die dann durch einen Chip im Gehirn übertragen werden. Das Tippen auf dem Smartphone könnte wegfallen.

Großen Anklang fand die Station zu den »Smart Glasses«, also Brillen, die im Glas ein kleines Display enthalten, über das dem Träger zusätzliche Informationen über das gerade Gesehene mitgeteilt werden können (Augmented Reality). Diese »Smart Glasses« finden heute schon Anwendung im Rahmen der Industrie 4.0, sodass Techniker mithilfe dieser Brillen direkt vor Ort sehen können, was an einer Maschine defekt ist und wie man diesen Fehler Schritt für Schritt beheben kann.

Die Schüler hatten im Truck die Möglichkeit, einen Motor zusammenzubauen, dessen Anleitung dazu über die »Smart Glasses« übermittelt wurde.

Ebenso interessant waren aber die Themengebiete zur Programmierung von Maschinen und zur Virtual Reality (VR), durften die Jugendlichen doch einen kleinen Roboter programmieren, damit dieser einen Gegenstand zu einer Box bringt und diesen dann dort hineinlegt. Dies schien auf den ersten Blick einfacher als es sich dann erwies, weil der Roboter nur das tut, was man vorher in sein Programm geschrieben hat, sodass oft mehrere Versuche nötig waren, bis man alles bedacht hatte und der Gegenstand da landete, wo er hinsollte. Auch konnten die Schüler eine VR-Brille testen, die einen in eine virtuelle Umwelt versetzt mit der man über spezielle Controller interagieren kann.

Nachhaltiger wurde es an den Stationen zum Thema Mobilität und Beleuchtung. Die Schüler konnten sich über den »Hyperloop« informieren, einem Hochgeschwindigkeitszug, der in Vakuumröhren Spitzengeschwindigkeiten bis zu 1 000 Stundenkilometer erreichen kann. Damit würde die Fahrt von Frankfurt nach Berlin nur noch eine halbe Stunde dauern. Der »Hyperloop« ist umweltfreundlicher als ein Flugzeug, da durch Vakuum und Magnettechnologie kaum Luftwiderstand und damit Reibungsverluste herrschen und so weniger Energie für die Fortbewegung verbraucht wird.

Außerdem erfuhren die Schüler, dass man mithilfe von OLEDs, also organischen LEDs, bei der Beleuchtung viel Energie einsparen kann.

Alle Schüler waren sich nach dem Besuch des Trucks einig, dass sie gerade durch das praktische Ausprobieren an den einzelnen Stationen viel gelernt und für ihre Zukunft mitgenommen haben.

Ein Dank gilt Nicole Nasev für die Unterstützung bei der Planung und Organisation. Bei der Berufsberatung vor Ort wird Nasev diese Arbeit an der ELS fortführen und die Schüler auf ihrem Weg in die Zukunft begleiten.

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