Bezahlbares Wohnen als zentrales Anliegen

  • vonRedaktion
    schließen

Bad Nauheim (pm). »Die Knappheit an bezahlbarem Wohnraum in Bad Nauheim droht sich stetig zu einer handfesten Wohnungskrise auszuweiten. Besonders sind davon junge Bad Nauheimerinnen und Bad Nauheimer oder Familien betroffen, sofern sie sich nicht zu Besserverdienenden zählen dürfen«, schreibt die SPD Bad Nauheim in einer Mitteilung. Auch Senioren gerieten hier immer mehr unter Druck, denn die Mietpreise würden im Vergleich zu deren Renten »stetig und unverhältnismäßig stark« ansteigen.

Die Corona-Krise verschärfe das Problem zusätzlich.

Die SPD mache sich seit Jahren für nachhaltige Lösungen stark, schreibt die Partei. Dagegen »beschränken sich die übrigen lokalpolitischen Akteure bedauerlicherweise auf Wahlkampfgeplänkel«. Der Vorwurf der Sozialdemokraten geht besonders an die CDU - zum Beispiel in der Frage der Friedhofserweiterungsfläche in Nieder-Mörlen. »Da die FW/UWG mit dem Thema auf Stimmenfang geht, dabei die Fläche als vermeintlichen Park ausgibt, sucht die CDU augenscheinlich nach Möglichkeiten, einen weiteren Wählerverlust zu verhindern«, heißt es in der Mitteilung weiter.

Weiteres Angebot für Kompromiss

Die CDU wende sich deswegen nun im Wahlkampf »urplötzlich« vom bereits 2018 im Stadtparlament auch mit ihren Stimmen erreichten Beschluss zur Beplanung ab und verspreche der Bevölkerung nunmehr genau das Gegenteil. »Damit wird die CDU die zügige Entwicklung nachhaltig bezahlbaren Wohnraums auf freier städtischer Fläche verhindern. Ihre vorgebrachten Alternativen bleiben dabei vage und inhaltsleer. Unsere Einwohner haben ein Recht auf verlässliche Politik«, kritisiert Georg Küster. Die SPD sei hier jahrzehntelang ihrer Linie treu geblieben und werde es auch bleiben. Um nachhaltig bezahlbare Mietwohnungen in Bad Nauheim zu schaffen halte man an einer teilweisen Bebauung des Geländes fest.

Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung werde weiter parlamentarische Möglichkeiten ausschöpfen und einen weiteren Kompromiss zur Bebauung des Geländes anbieten. Ein Wegfall der Bebauungspläne mit Einfamilienhäusern sei für die Sozialdemokraten tragbar, teilt Küster mit. Dadurch könne ein noch größerer Teil der Grünfläche erhalten bleiben und als echte parkähnliche Grünfläche angeboten und gepflegt werden. Die Fraktion sehe darin eine gute Möglichkeit, die unterschiedlichen Interessen von Wohnungssuchenden und Stadtteilbewohnern zu verbinden.

Doch unabhängig von einer Lösung in Nieder-Mörlen fehle es in Bad Nauheim nach wie vor in erheblichem Umfang an bezahlbaren sowie sozialgebundenen Mietwohnungen, konstatieren Georg Küster und Steffen Hensel.

Hierfür seien CDU, FW/UWG und die Grünen gleichermaßen verantwortlich. Aus Sicht der SPD haben diese »in den letzten Jahrzehnten ihrer Regierungsverantwortung vornehmlich Klientelpolitik betrieben«.

Nach Ansicht des SPD-Führungsduos der Fraktion sei dafür gesorgt worden, dass lediglich hochpreisiger Bau von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen in Bad Nauheim erfolgt ist.

Wie Küster und Hensel klarstellen werbe die SPD dafür, diese »falsche Wohnungsbaupolitik« umgehend zu ändern. Es sei lange überfällig dafür zu sorgen, dass auch Einwohner mit kleinen und mittleren Einkommen in Bad Nauheim eine Wohnung finden können.

Um den dringenden Erhalt bzw. Ausbau vorhandener sozialgebundener Mietwohnungen voranzutreiben, seien städtische Förderungen beim Bau von bezahlbarem Wohnraum grundsätzlich zu koppeln.

Zu diesem und anderen Kernthemen haben die Sozialdemokraten eine Live-Stream-Dialogreihe unter dem Titel »Bad Nauheim - Lass uns reden« initiiert. Erneut am 5. März können Bürgerinnen und Bürger ab 19 Uhr auf der Facebook-Seite der SPD Bad Nauheim oder auf Youtube mit den Kandidierenden ins virtuelle Gespräch kommen. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe können Interessierte auf der SPD-Homepage einsehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare