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Bekannte Gesichter auf den Spitzenplätzen

  • Bernd Klühs
    vonBernd Klühs
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Bad Nauheim (pm/bk). Zurzeit stellen die Freien Wähler im Bad Nauheimer Stadtparlament die stärkste Fraktion. An diesen Erfolg will die UWG bei den Kommunalwahlen am 14. März anknüpfen. Bei ihrer Listenaufstellung setzte die Wählergemeinschaft weitgehend auf bekannte Gesichter.

Die FW/UWG-Mitglieder waren unter Einhaltung der Corona-Regeln im Steinfurther Rosensaal zusammengekommen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Markus Theis stand zunächst die Ehrung des ältesten Mitglieds an: Margarete Jung, die kürzlich ihren 90. Geburtstag feiern konnte, erhielt ein Präsent des Vorstands.

Bei der Listenaufstellung wurde laut Theis versucht, sowohl das Ergebnis der letzten Kommunalwahl als auch die Integration von neuen Mitgliedern, die Interesse an einer Mitarbeit haben, zu berücksichtigen. »Leider ist es nicht gelungen, die zahlreichen neuen weiblichen Mitglieder für vordere Plätze der Liste zu gewinnen, aber letztlich hat am 14. März der Wähler durch Kumulieren und Panaschieren einen starken Einfluss darauf, wer tatsächlich ins Stadtparlament kommt«, erklärte Theis. Nach einer Diskussionsrunde wurde über die Vorschlagsliste abgestimmt, die mit großer Mehrheit bestätigt wurde.

Nach Parteiübertritt auf UWG-Liste

Angeführt wird die Kandidatenliste vom Vorsitzenden und Fraktionschef Markus Theis. Ihm folgt Markus Philipp aus Nieder-Mörlen. Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Hahn sollte auf Platz 3 folgen, aufgrund seines unerwarteten Todes, der eine schmerzhafte Lücke innerhalb der FW/UWG hinterlässt, stehen nun die Ortsvorsteher Markus Philippi (Steinfurth) und Klaus Englert (Schwalheim) auf den Plätzen 3 und 4.

Es folgen Katja-Bohn Schulz, Erol Türkmen und Waldemar Kolepp. Die Bewerber auf den fünf Spitzenplätzen gehören allesamt bereits dem Parlament ein. Erol Türkmen saß früher für die CDU im Magistrat, Waldemar Kolepp war 2016 Spitzenkandidat der Aussiedler- und Migrantenpartei. Die gesamte Kandidatenliste finden Interessenten im Internet unter www.fw-bad-nauheim.de.

Inhaltlich wollen sich die Freien Wähler auf die wesentlichen Themen der kommenden Jahre konzentrieren. »Durch die Pandemie sind wir in eine bisher nie dagewese Situation der Unsicherheit geraten, die viele Menschen nun völlig unverschuldet in große Sorge um ihre Zukunft bringt«, betonte Theis. Die Politik müsse entscheiden, was wirklich wichtig sei, wie man die Betroffenen unterstützen und bestehende wirtschaftliche Möglichkeiten erweitern könne. Besonders bedauerlich aus Sicht von Theis: Die vielen Versprechungen des Landes zur Nutzung und Sanierung des Sprudelhofs würden offensichtlich nicht eingehalten. Nur aufgrund des Vertrauens darauf habe sich die Stadt zur Anbindung der neuen Therme ans Badehaus 2 entschlossen.

Für die Wahl sieht sich die FW/UWG gut vorbereitet, wenn der Wahlkampf unter Corona-Regeln auch nicht einfach sei. Theis: »Dass bei uns vermehrt ehemalige Mitglieder anderer Parteien eintreten, um weiter engagiert Kommunalpolitik zu machen, dies allerdings ohne die Vorgaben eines Parteiapparats, zeigt, dass ein Mandat der Freien Wähler der richtige Weg der Bürgerbeteiligung ist.« FOTO: PV

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