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Im Alten Rathaus informieren sich die Zuhörer über die nützliche, aber bedrohte Wildbiene, die sich von der Honigbiene unterscheidet.

Bedrohte Einzelgänger

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Bad Nauheim(pm). 35 Besucher sind der Einladung des BUND-Ortsverbandes Bad Nauheim/Friedberg ins Alte Rathaus gefolgt, um im Rahmen der Aktionswochen gegen das Insektensterben mehr über Wildbienen zu erfahren. Referent des Bildervortrags "Faszination Wildbienen" war der passionierte Naturschützer Klaus Dühr.

Auf vielen Fotos brachte er die Schönheit dieser kleinen Tiere nahe, von denen in Hessen alleine 424 Arten leben. Knapp die Hälfte von ihnen ist allerdings vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben. Anders als die Honigbienen leben die meisten Wildbienen nicht in größeren sozialen Einheiten, sondern als Einzelgänger. Sie werden deswegen auch als Solitärbienen bezeichnet. Manche sind nur wenige Millimeter groß, andere bis zu drei Zentimeter. Ebenso wie die Honigbienen haben Wildbienen eine große Bedeutung als Bestäuber von Bäumen, Blumen und Nutzpflanzen.

Wer Wildbienen helfen will, muss für artenreichen Pflanzenbewuchs mit vielen Blüten sorgen. Stets zeigte der Referent die Nahrungspflanzen der verschiedenen Wildbienenarten. Manche Bienenarten sind an ganz bestimmte Pflanzenarten gebunden. So ist die Zaunrüben-Sandbiene nur auf der Zaunrübe zu finden. Dühr: "In meiner Heimatstadt Kronberg habe ich die meisten Wildbienen auf einem Naturspielplatz und den weniger intensiv gepflegten Bereichen des Friedhofs gefunden." Dies verdeutlicht die Chancen, auch auf städtischen Grünflächen und im eigenen Garten Wildbienen zu fördern, wenn man ihnen viele Blüten bietet.

In der anschließenden Diskussion wurde der Frage nachgegangen, wie man die Kommune zu einer naturförderlichen Grünflächenpflege bewegen könnte. Seltener zu mähen und Teilstücke für längere Zeit unberührt zu lassen, seien die wirksamsten Maßnahmen zur Insektenförderung, hieß es. Ferner sei es wichtig, das Mahdgut abzuräumen, da ansonsten Pflanzen erstickt würden und über das verrottende Gras der Boden zu stark gedüngt werde. (Foto: pm)

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