"Bad Nauheim leuchtet" sorgt für eine besondere Atmosphäre, auch auf dem Aliceplatz.
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»Bad Nauheim leuchtet« sorgt für eine besondere Atmosphäre, auch auf dem Aliceplatz.

Vorweihnachtlicher Glanz

„Bad Nauheim leuchtet“ lockte viele Menschen in die Innenstadt

  • vonCorinna Weigelt
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»Bad Nauheim leuchtet« hat am Samstag viele Besucher in die Innenstadt gelockt und ihnen Genuss geboten.Eine ganz besondere Atmosphäre wurde geschaffen. Kritische Worte gab es aber auch.

Bad Nauheim – Schöner hätte man die Vorweihnachtszeit in Anbetracht der Pandemie nicht begrüßen können: Traditionell fand am Samstag die Veranstaltung »Bad Nauheim leuchtet« statt. Dank der Illuminationen und dekorierter Weihnachtsbäume erstrahlte die Innenstadt diesmal noch heller als in den Vorjahren. Gestrahlt haben auch zahlreiche Kinderaugen, konnten die Kleinen doch endlich einmal wieder ein Runde in der Eisenbahn drehen. Auch auf den ersten Glühwein, diesmal zum Mitnehmen, musste niemand verzichten. Gut gewärmt genossen Besucher das Flanieren und Shoppen bis um 22 Uhr in weihnachtlicher Atmosphäre.

Die Tatsache, dass angesichts von Corona und der Ansteckungsgefahr viele Menschen in die Innenstadt kamen, sorgte allerdings nicht überall für Freude. Das Thema wurde etwa auf Facebook leidenschaftlich diskutiert.

„Erlebnis Bad Nauheim“: Abstand und Genuss

Weihnachts-Shopping auf Abstand hatte im Vorfeld das Motto des Veranstalters »Erlebnis Bad Nauheim« gelautet. »Die Besucher halten sich auch daran«, lobte Vereinsvorsitzende Natascha Schmidt am Abend. »Nicht zu voll, aber auch nicht zu leer« sei es in den Geschäften. Stets halte sich Kundschaft in den Räumen auf. »Für die derzeitigen Umstände, top«, sagte Schmidt. »Wir sind froh, am Konzept festgehalten zu haben, wenn auch ohne zusätzliche Aktionen.« Man spüre, dass die Leute es genießen, unterwegs zu sein.

Die Umsetzung in diesem Jahr kam auch bei den Besuchern gut an. Immer wieder wurde das Ambiente mit den leuchtenden Gebäuden und Weihnachtsbäumen gelobt. Auch entlang der Kolonnaden wurden die Bäume angestrahlt. Außerdem waren Stelzenläufer unterwegs. Fantasievoll gekleidet flanierten sie durch die Straßen und zogen als »Walking Acts« die Blicke auf sich. Gedränge gab es nicht, auch wenn gerade zwischen 18 und 19 Uhr die Innenstadt gut gefüllt war.

Bad Nauheim: Beleuchtung und Kinder-Eisenbahn bis zum 6. Januar

Manche Bürger mieden aber bewusst die Veranstaltung, aus Angst vor zu vielen Menschen, wie in Foren zu lesen war. Doch auch nach »Bad Nauheim leuchtet« wird die Innenstadt weiterhin erstrahlen. In der gesamten Adventszeit sowie bis zum 6. Januar sorgt die Beleuchtung für ein zauberhaftes Ambiente. Ebenso freuen sich die Einzelhändler, wenn das Motto »buy local«, kaufe lokal, weiterhin gelebt wird.

Auch die Kinder können sich freuen, denn die Eisenbahn von Daniel Müller bleibt ihnen noch viele Wochen erhalten. Die ersten Runden waren auch für die Betreiber etwas ganz Besonderes. »Wenn man die glänzenden Kinderaugen sieht, das macht einen schon glücklich«, sagte Müller. »Ich bin froh, dass sich hier etwas bewegt und ich in Bad Nauheim dabei sein kann.« Die Eisenbahn wird seine kleinen Fahrgäste nun bis einschließlich Mittwoch, 6. Januar, auf der Kiespromenade vor dem Kurpark in Höhe des Aliceplatzes erwarten - montags bis donnerstags von 12 bis 18 Uhr, freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr.

Am ersten Tag 850 Tüten verkauft

Am Samstag wurde auch ein Mandelstand auf der Kiespromenade eröffnet. Dieser ist Teil des Bad Nauheimer Weihnachtserlebnisses und gleichzeitig eine Charity-Aktion zugunsten des Fördervereins Hospiz Bad Nauheim (die WZ berichtete). Bürgermeister Klaus Kreß hatte am Samstag das Vergnügen, den Mandelstand zu eröffnen. Unterstützung erhielt er von Fachbereichsleiter Matthias Wieliki. Beide erwiesen sich als Verkaufstalente. »45 Tüten gleich in der ersten Stunde,« freute sich der Bürgermeister direkt nach seinem Einstand. Ganze zwölf Stunden Verkauf hatte sich das Duo trotz der Kälte vorgenommen. Am Ende wurden es elfeinhalb. »Da waren wir ausverkauft«, sagte der Rathauschef. Insgesamt 850 Tüten Mandeln wurden am ersten Tag verkauft.

Mandel-Verkauf zugunsten des Hospizes noch bis zum 5. Dezember

Der Mandelstand zugunsten des geplanten stationären Hospizes in Bad Nauheim ist noch von Montag, 30. November, bis Donnerstag, 3. Dezember, jeweils von 12 bis 18 Uhr, am Freitag, 4. Dezember, von 10 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Eine Tüte Mandeln kostet 3,50 Euro. Erhältlich sind die Leckereien in sechs verschiedenen Sorten. Auch Erster Stadtrat Peter Krank wird einen Dienst am Charity-Stand übernehmen: Er verkauft die süßen Mandeln am Samstag, 5. Dezember. An diesem Tag endet die städtische Charity-Aktion. Danach übernimmt Peter »Zucker« Michel den Verkauf am Stand.

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